{"id":3956,"date":"2012-05-11T14:04:44","date_gmt":"2012-05-11T12:04:44","guid":{"rendered":"http:\/\/foto-passion.com\/?page_id=3956"},"modified":"2012-05-11T14:30:07","modified_gmt":"2012-05-11T12:30:07","slug":"reisebericht-suedafrika-2005","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/foto-passion.com\/?page_id=3956","title":{"rendered":"Reisebericht Suedafrika 2005"},"content":{"rendered":"<h5 align=\"center\">S\u00fcdafrika &#8211; Kr\u00fcger-Nationalpark und Wild Coast<\/h5>\n<h5 align=\"center\">vom 3. September bis 1. Oktober 2005<\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\"><strong><em>Samstag, 03.09.2005\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Frankfurt &#8211; Johannesburg<\/em><\/strong><br \/>\nEndlich Urlaub! Gegen Mittag brechen wir mit unserem Mietwagen &#8211; einem Toyota Xtrail &#8211; auf nach Frankfurt. Unterwegs m\u00fcssen wir gleich zweimal unsere Schutzheiligen um Hilfe bem\u00fchen; aber es geht alles gut und wir haben genug Zeit, noch in Frankfurt auf dem Flughafen &#8222;rumzul\u00fcmmeln&#8220;. Beim Check-Inn bekommen wir dann schon die erste Krise. Die Security nimmt es megagenau. Zuerst m\u00fcssen wir die Wanderschuhe ausziehen &#8211; ok, die d\u00fcrfen sonst keine Rauschmittel nehmen. Doch dann m\u00fcssen wir auch noch den Kamerarucksack total auspacken. Die vielen Filme, mit denen wir den verbliebenen Stauraum ausgenutzt haben, m\u00fcssen alle einzeln raus und s\u00e4mtliche Objektive werden inspiziert. Selbst das Fernglas wird einem &#8222;Funktionstest&#8220; unterzogen. Da guckt einer durch und sagt ok. Mit der restlichen Ausr\u00fcstung muss Uwe &#8211; noch in Socken &#8211; ins Separee. Dort wird unsere Ausr\u00fcstung staubgesaugt und einer &#8222;Staubanalyse&#8220; unterzogen. Eh, die Ausr\u00fcstung war frisch geputzt! Aber gut, wenn es der Sache dient &#8230; !<em><strong><\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<hr style=\"height: 1px; width: 30%;\" size=\"1\" width=\"30%\" \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\"><em><strong>Sonntag, 04.09.2005<\/strong><\/em>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <em><strong>Johannesburg &#8211; Phalaborwa<\/strong><\/em><br \/>\nDer Flug mit South African Airways ist ausgebucht und unspektakul\u00e4r. Er geht ziemlich rasch vorbei und wir landen in Johannesburg gegen 7:00 Uhr morgen. Schon von oben kann man sehen, dass die Stra\u00dfen noch menschenleer sind. Schnell, aber leider zu sp\u00e4t ,kommt die Erkenntnis, dass wir uns den Flug bis Phalaborwa h\u00e4tten schenken k\u00f6nnen. Es w\u00e4re sicherlich kein Problem gewesen, schon ab Joburg das Auto zu mieten. So m\u00fcssen wir nun noch bis 16:35 Uhr hier warten. Wir versorgen uns erst einmal mit einer ordentlichen Stra\u00dfenkarte und ausreichend Bargeld. Das ist notwendig, denn Tankstellen nehmen grunds\u00e4tzlich nur Cash und im Busch steht nun mal nicht an jeder Ecke ein Geldautomat. Die lange Wartezeit wird dann durch den n\u00e4chsten Flug gekr\u00f6nt. Es geht nur eine Maschine pro Tag nach Phalaborwa und da ist klar, dass die nicht gro\u00df sein kann. Ist sie auch nicht! Die zweimotorige Propellermaschine (&#8222;Jetstreamer 41&#8220;) hat ganze 27 Sitzpl\u00e4tze &#8211; schon ziemlich durchgesessen und die Sitzb\u00e4nke sind sauschmal Jedes Gep\u00e4ckst\u00fcck, dass gr\u00f6\u00dfer als der Kosmetikkoffer ist, wird vor dem Einstieg abgenommen. So darf unsere Kameraausr\u00fcstung nur im Gep\u00e4ckfach reisen. Na Klasse! Im Flieger kann man sich nur mit gebeugtem Haupt bewegen und zum ersten Mal schenke ich der wei\u00dfen T\u00fcte vor mir einen pr\u00fcfenden Blick, zumal der Pilot andeutet, dass der Flug etwas bewegt werden wird. Das Teil schwankt beim Start schon ganz sch\u00f6n, aber dann l\u00e4sst es sich aushalten und \u00fcbel wird uns nicht. W\u00e4hrend der Flugzeit werden wir durch Saft und Chips abgelenkt und dann fliegen wir auch schon \u00fcber ein gigantisch gro\u00dfes und tiefes Loch (hier wurde Kupfer abgebaut) und eine Runde \u00fcber den Kr\u00fcger-Park. Etwas entt\u00e4uscht stellen wir fest, dass &#8211; entgegen unserem ersten Besuch &#8211; die Vegetation diesmal sehr kahl, braun und trocken ist und sich eigentlich kaum vom europ\u00e4ischen Herbst unterscheidet. Zumindest hier in der Region sieht man wenig gr\u00fcn. Nun gut, der Vorteil besteht darin, dass wir so die Tiere besser sehen und nicht so viel Gras und Blattwerk das Bild st\u00f6rt.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\">Doch nun verlangt erst einmal der liebevoll gestaltete Flughafen von Phalaborwa unsere Aufmerksamkeit und innerhalb der n\u00e4chsten 10 Minuten schlie\u00dft auch der Mietwagenschalter von Avis. Gleich neben der Gep\u00e4ckausgabe (im wahrsten Sinne des Wortes) befindet sich der Avis-Schalter. Stolz pr\u00e4sentiert uns die Dame (die schon auf uns gewartet hat) einen neuen wei\u00dfen Toyota-Van (iiih, eine Familienkutsche!). Was sollen wir denn mit der Kutsche im Busch? Wir wollen einen Jeep &#8211; m\u00f6glichst mit Allrad. Haben sie aber nicht und wir m\u00fcssen knurrend mit der Familienkutsche abziehen. Naja, Hauptsache die Karre f\u00e4hrt. Es beginnt auch dunkel zu werden und so sind wir froh, dass das gebuchte Hotel nicht weit entfernt und wenig Verkehr ist. Das Lenkrad auf der falschen Seite und der Linksverkehr sind schon sehr gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftig, aber Uwe meistert das recht schnell und wir kommen gut in der Sefapane-Lodge an. Au\u00dfer uns sind noch 6 andere G\u00e4ste da und &#8211; schon in stockdunkler Nacht &#8211; (es wird sehr schnell dunkel) suchen wir unsere Lodge. Die liegt am See, ist h\u00fcbsch, gem\u00fctlich und sauber und sogar mit Moskitonetz ausgestattet. Wir packen unsere Ausr\u00fcstung f\u00fcr die n\u00e4chsten Tage und fallen ziemlich fertig gegen 8:00 Uhr ins Bett. Noch nicht einmal bis ins Restaurant schaffen wir es, obwohl das \u00e4u\u00dferst stilvoll eingerichtet ist, wie wir am n\u00e4chsten Morgen feststellen werden. Au\u00dfer ein paar benachbarten Hunden h\u00f6ren wir nichts mehr &#8211; oder war es nur Magenknurren?<\/span><\/p>\n<hr style=\"height: 1px; width: 30%;\" size=\"1\" width=\"30%\" \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\"><em><strong>Montag, 05.09.2005<\/strong><\/em><strong><em>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Phalaborwa &#8211; Punda Maria (Krueger N. P.) <\/em><\/strong><br \/>\nZuerst geniessen wir als einzige G\u00e4ste ein Fr\u00fchst\u00fcck mit allem Komfort am Pool im Freien und in einer herrlichen Ruhe &#8211; welch ein Luxus! Bereits morgens ist es angenehm warm und die Sonne scheint. Afrika zeigt sich von seiner besten Seite.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\">Nach dem ausgiebigen Fr\u00fchst\u00fcck decken wir uns im gro\u00dfen Spar-Supermarkt um die Ecke noch mit Obst, Wasser und Bohnen f\u00fcr unsere Bohnens\u00e4cke ein. Ok, Nescafe Pappteller, Haarw\u00e4sche und Zahnpasta gibt es auch hier. Da kann man sich die Schlepperei sparen und billiger ist es auch noch. Nun kaufen wir noch schnell Whisky f\u00fcr die Verdauung im Schnapsladen nebenan und dann kann es losgehen. Keinen Kilometer hinter Phalaborwa ist das Gate zum Kr\u00fcger-Park. Es dauert etwas, bis die Formalit\u00e4ten f\u00fcr unsere Wild-Card abgewickelt sind, aber dann d\u00fcrfen wir endlich das Tor passieren. F\u00fcr die 220 km bis Punda Maria haben wir bis 18:00 Uhr Zeit. Und was machen wir mit der restlichen Zeit? Also nehmen wir einen kleinen Umweg auf der Holperpiste. In einer Stunde haben wir immerhin 4 km zur\u00fcckgelegt und V\u00f6gel gesehen. Auch f\u00fcr die n\u00e4chsten 2 km brauchen wir eine halbe Stunde. Inzwischen ist es 14:00 Uhr und wir fangen an zu rechnen. Bei 50 km\/h, die auf der asphaltierten Stra\u00dfe erlaubt sind, reicht uns irgendwie die Zeit nicht, um p\u00fcnktlich 18:00 Uhr in Punda Maria am Gate zu sein . Nun haben wir die Wahl zwischen zwei Vergehen: &#8211; Speed-Limit \u00fcberschreiten oder zu sp\u00e4t ins Camp kommen und dann am Tor zum Camp Strafe zahlen m\u00fcssen. Da unterwegs ziemlich wenig Autos auf der Stra\u00dfe sind, entscheiden wir uns f\u00fcr Variante 1. So m\u00fcssen wir leider auch einer B\u00fcffelherde von etwa 100 Tieren, die gerade die Stra\u00dfe \u00fcberqueren will, den Vortritt nehmen, was ziemlich ungesund werden kann. Wir haben diese Lektion gelernt, kommen p\u00fcnktlich um 17:42 Uhr im ersten Camp in Punda Maria an und wissen in Zukunft besser mit Zeit umzugehen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\">Ansonsten zeigt uns das Auto-Thermometer heute 37\u00b0C an doch der Fahrtwind k\u00fchlt recht angenehm.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\">Unsere &#8222;Lodge&#8220; f\u00e4llt etwas bescheidener aus als gestern, aber sie ist sauber und zweckm\u00e4\u00dfig &#8211; also zum Schlafen v\u00f6llig ausreichend. Gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftig ist allerdings die Tatsache, dass es hier keinen Schl\u00fcssel gibt. Die Frage danach wird mit &#8222;no Problem&#8220; beantwortet. Na da kann man ja echt gespannt sein. Bei allem Vertrauen in die Menschheit sind wir nicht scharf darauf, uns schon am ersten Tag unsere Ausr\u00fcstung klauen zu lassen, also hei\u00dft das, zum Essen gehen (es sind zwar nur 100 m) die ganze Ausr\u00fcstung im Auto zu deponieren. Das piept wenigstens &#8211; hoffen wir! Ansonsten haben wir also die n\u00e4chsten beiden N\u00e4chte und auch morgen den ganzen Tag &#8222;Tag der offenen T\u00fcr&#8220;. Dann schau mer mal!<\/span><\/p>\n<hr style=\"height: 1px; width: 30%;\" size=\"1\" width=\"30%\" \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\"><em><strong>Dienstag, 06.09.2005\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Punda Maria (Krueger N. P.)<\/strong><\/em><br \/>\nAlso gut, das scheint tats\u00e4chlich zu funktionieren. Wir sind bekehrt und werfen wieder einmal eines der typisch deutschen Vorurteile \u00fcber Bord, dass man als Tourist grunds\u00e4tzlich \u00fcberall beklaut wird. Die Nacht war etwas zu warm und so komische Fr\u00f6sche haben die halbe Nacht monoton ges\u00e4gt &#8211; m\u00fcssen &#8222;S\u00e4gefr\u00f6sche&#8220; sein. Keine Ahnung wo die hier wohnen. Einen See habe ich noch nicht gesehen. Irgendwer hat auch vor dem Fenster gefaucht, aber nat\u00fcrlich keine Karte hinterlassen. Naja, das Camp ist noch sehr urt\u00fcmlich und gleich hinter unseren H\u00fctten ist dichte Wildnis. M\u00f6chte zu gern wissen, wer da so alles wohnt!<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\">Heute morgen beginnt der Tag mit einem Tausendf\u00fc\u00dfler in Uwes Bett. Um 6:00 Uhr am Gate zu stehen ist f\u00fcr uns noch Utopie &#8211; wir brauchen l\u00e4nger. Aber so gegen 6:30 Uhr sind auch wir auf der Piste. Wir fahren den Mahoni-Loop und der ist richtig ergiebig. Besonders beeindruckend ist die riesige B\u00fcffelherde, die rechts von uns den Hang abweidet . Wir haben dabei gute Gelegenheit, die Tiere ausgiebig und aus n\u00e4chster N\u00e4he zu betrachten. Oh, oh, diese H\u00f6rner m\u00f6chte ich nicht in meinem Popo habe! Ansonsten ist die Ausbeute f\u00fcr diesen Tag nicht schlecht und mittags fahren wir dann noch Richtung Pafuri und nehmen den relativ kurzen aber unzumutbaren Dzundzwini Loop. Nicht nur, dass da nichts los ist; nach 4 km verliert man auf der Piste sein Ged\u00e4chtnis, so holprig ist die Strecke. Am Wasserloch warten wir bis zum Sonnenuntergang um 17:15 Uhr, aber die Giraffenfamilie, bestehend aus 4 feigen Giraffen trauen sich nicht, das Bild, das ich schon im Kopf fertig konzipiert habe, in die Tat umzusetzen &#8211; lieber ziehen sie durstig wieder ab. Mist, dann muss ich mir neue Komparsen suchen!<\/span><\/p>\n<hr style=\"height: 1px; width: 30%;\" size=\"1\" width=\"30%\" \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\"><em><strong>Mittwoch, 07.09.2005 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 Punda Maria &#8211; Shingwedzi (Krueger N. P.)<\/strong><\/em><br \/>\nHeute beginnt der Tag schon aufregend. Wenn Uwe mit einem Tausendf\u00fc\u00dfler schl\u00e4ft, nehme ich eben einen Scorpion mit ins Bett. Zwar hatte der sich noch mit dem Aufstieg im Moskitonetz vertr\u00f6delt, aber er war innen im Netz auf dem Weg zu mir.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\">Wir brechen um 6:30 Uhr auf nach Shingwedzi. Es sieht nach Regen aus, doch der erledigt sich schnell. Ein St\u00fcck fahren wir auf dem asphaltierten Hauptweg und die restlichen 31 km nehmen wir den Babalala Weg (S56). Dieser Weg f\u00fchrt entlang des Mphongolo-Flusses, der zwar ausgetrocknet ist, aber dennoch ein wundersch\u00f6nes Flussbett hat. Schade, dass alles sehr trocken ist. Einem besonders geduldigen Elefanten k\u00f6nnen wir so richtig nah auf die Pelle r\u00fccken. Das ist schon Adrenalin pur! Dieser Weg ist nach unserer Meinung eine der sch\u00f6nsten Strecken im Park \u00fcberhaupt.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\">So gegen 13:00 Uhr laufen wir dann im Camp in Shingwedzi ein. Die Lodge ist h\u00fcbsch, komfortabler als in Punda Maria und hat eine offene K\u00fcche. Das hat was und eine K\u00fcche bzw. den Grill werden wir wohl doch noch brauchen, denn wir haben mit &#8222;Begeisterung&#8220; festgestellt, dass die Camps scheinbar alle die gleiche Speisekarte haben. Wow, dann k\u00f6nnen wir die n\u00e4chsten 15 Tage zwischen 6 Gerichten pendeln, wobei einige noch Kinderportionen gleichen. Aber gut, unser Schwerpunkt auf dieser Reise liegt woanders! Wenigstens gibt es genug Trinken (Rotwein) in gro\u00dfen Flaschen f\u00fcr ganze 7 , vorausgesetzt, die Bedienung bekommt die Flasche auf. Ansonsten wird im Restaurant ziemlich mit Strom gespart und auf den Tischen beleuchten lediglich \u00d6llampen sp\u00e4rlich das, was aus der K\u00fcche kommt. Aber gut, wir sind im Busch und haben schlie\u00dflich auch eines der wichtigsten Utensilien dabei &#8211; eine leistungsf\u00e4hige Taschenlampe. An Romantik fehlt es also nicht.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\">Nach dem Einzug ins Camp machen wir noch einen Abstecher zum Kanniedood-Damm. Dort treffen wir sogar auf 2 L\u00f6winnen mit zwei Jungen &#8211; aber ohne Fernglas nicht auszumachen. F\u00fcr unsere Betrachtung ein Pips in der Landschaft! Filmtechnisch haben wir uns heute ganz sch\u00f6n verausgabt. Mit 13 Filmen liegen wir deutlich \u00fcber dem kalkulierten Durchschnittsverbrauch von 5 Filmen pro Kamera.<\/span><\/p>\n<hr style=\"height: 1px; width: 30%;\" size=\"1\" width=\"30%\" \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\"><em><strong>Donnerstag, 08.09.2005\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Shingwedzi (Krueger N. P.)<\/strong><\/em><br \/>\nDer Wecker klingelt wie immer um 5 Uhr und nach dem Fr\u00fchst\u00fcck unter freiem Himmel bei herrlichem Vogelgezwitscher d\u00fcsen wir um 6:30 Uhr auf die Piste. Gleich hinter dem Camp empf\u00e4ngt uns die Pavian-Gro\u00dffamilie von gestern, die eine Menge junger Paviane bei sich hat. Eigentlich k\u00f6nnte ich hier schon den Tag verbringen, so niedlich sind die. Wir haben uns f\u00fcr die heutige Tour einen insgesamt 68 km langen Trail zum Tshanga Aussichtspunkt ausgesucht, der auch am Ufer des Joao entlangf\u00fchrt. Leider ist aber auch dieses Flussbett im Moment pubstrocken. Daf\u00fcr gibt es in dem Gebiet ungeheuer viele Elefanten und so haben wir heute 2 gro\u00dfe Elefantenherden und weitere Gro\u00dffamilien mit insgesamt ca. 70 Tieren gesehen. Gleich zu Beginn der Tour treffen wir allerdings auf einen ziemlich \u00fcbellaunigen Elefanten, der an der Stra\u00dfe herumst\u00e4nkert, B\u00e4ume ausrei\u00dft und so richtig auf Streit aus ist. Irgendwann begreift er aber doch, dass wir nicht sein &#8222;Blitzableiter&#8220; sein wollen und verzieht sich. Auch der Ausblick vom Aussichtspunkt auf die weite Ebene ist sehr spektakul\u00e4r. Richtig schade, dass das Licht am Mittag so grell ist. Daf\u00fcr verbringen wir eine ganze Weile damit, den vielen Eidechsen die hier wohnen, nachzustellen um sie zu portr\u00e4tieren. Ansonsten sehen wir wieder richtig viel. Das Wetter ist mit 33 \u00b0C hei\u00df. Am Nachmittag bleibt uns noch Zeit, die Affenstudie fortzusetzen und die Hippos von gestern noch einmal aufzusuchen. Gut, dass das Camp einen Hintereingang besitzt, von dem aus es bis zum Hippo-Pool nur wenige Minuten zu fahren ist. So sind wir rechtzeitig zum &#8222;Einschluss&#8220; zur\u00fcck. Nur mit dem Sonnenuntergang haben wir es noch nicht geschafft, ihn so richtig in Szene zu setzen. Immer lenkt uns etwas Interessanteres ab.<\/span><\/p>\n<hr style=\"height: 1px; width: 30%;\" size=\"1\" width=\"30%\" \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\"><em><strong>Freitag, 09.09.2005\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Shingwedzi &#8211; Mopani (Krueger N. P.)<\/strong><\/em><br \/>\nHeute beginnt der Tag sehr fr\u00fch. Unser erster Morning-Walk steht auf dem Programm. Um 6 Uhr soll es beginnen und um 5:45 Uhr ist Meeting &#8211; so jedenfalls steht es auf unserem Zettel, den wir an der Rezeption erhalten haben. Wir sitzen gerade bei den letzten Bissen unseres Fr\u00fchst\u00fccks, als der Guide vor uns steht und zur Eile mahnt. Der Walk sollte n\u00e4mlich schon um 5:30 Uhr starten (es beginnt gerade zu d\u00e4mmern) und die Gruppe wartet bereits auf uns. Nur gut, dass wir zeitig genug aufgestanden sind. Ich h\u00e4tte die 3-st\u00fcndige Wanderung nicht mit leerem Magen machen wollen. 5 Minuten sp\u00e4ter stehen wir beim Rest der Gruppe, die aus einem deutschen Ehepaar und einem jungen d\u00e4nischen Paar (vermutlich in den Flitterwochen) besteht. Die beiden Deutschen haben zu oft den Film &#8222;Jenseits von Afrika&#8220; gesehen und sind filmreif gestylt. Ich komme nicht umhin, mich zu fragen, wo die Kamera ist. Mit 2 farbigen Guids geht es dann 30 Minuten mit dem offenen Jeep in die Pampa und dann weiter zu Fu\u00df. Den Adrenalinkick gibt es gleich zu Beginn, als wir pl\u00f6tzlich feststellen m\u00fcssen, dass wir gerade mitten durch eine Altherrengruppe latschen. Diese alten Herren sind n\u00e4mlich B\u00fcffel, nicht sehr freundlich dreinschauend und flei\u00dfig witternd, denn der Wind steht ung\u00fcnstig. Sehr beruhigend, dass die beiden Guids je eine Waffe dabei haben und auch wissen, was sie tun (oder zumindest in der Lage sind, uns den Anschein zu vermitteln!). Nun, die B\u00fcffel hatten beschlossen, uns dann doch zu ignorieren und so praktizieren wir das auf dem R\u00fcckweg dann gleich noch einmal &#8211; kann also nicht so kritisch gewesen sein. Sonst ist der Walk eher ein Marathon &#8211; sehr z\u00fcgigen Schrittes eilen wir im G\u00e4nsemarsch durch die Pr\u00e4rie. Besonders ergiebig ist dieser Walk nicht und nur ein einsamer Elefantenbulle in weiter Entfernung macht uns seine Aufwartung. L\u00f6we und Nashorn dagegen haben nur ihre Footprints hinterlassen. Daf\u00fcr m\u00fcssen wir an einem Stachelschweinbau (der sehr ausladend gebaut ist) die harten Kr\u00fcger-Park-Regeln kennen lernen. Das Tierchen (oder die) haben vor ihrem Eingang jede Menge herrliche Borsten verloren und wir d\u00fcrfen sie nicht mitnehmen. Echte Sche&#8230;., dabei k\u00f6nnten Conny und ich die sooo gut gebrauchen! Auf dem R\u00fcckweg zum Jeep laufen wir dann auch noch an einer Zebraherde vorbei, die in n\u00e4chster N\u00e4he grast, bevor sie es vorzieht, sich zur\u00fcckzuziehen. Der ganze Walk dauert bis gegen 10:30 Uhr und es wird inzwischen schon richtig hei\u00df. Unterwegs &#8211; die beiden Guids haben noch f\u00fcr alle Marschverpflegung mitgeschleppt &#8211; wird mitten im Busch gevespert. Auch wenn sich die Tierwelt nicht gerade in ihrer vollen Vielfalt vor uns ausgebreitet hat, haben wir an diesem Morgen doch eine ganze Menge dazu gelernt und wissen jetzt auch mehr \u00fcber das Verhalten der Nash\u00f6rner, die wir hier eigentlich h\u00e4tten treffen sollen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\">Nach der R\u00fcckkehr ins Camp reisen wir dann weiter nach Mopani. Diese Camp liegt auf einer Anh\u00f6he mit herrlichem \u00dcberblick \u00fcber die Landschaft und auf den Stausee und hat wundersch\u00f6ne H\u00fctten, die wieder die K\u00fcche im Freien und den Grill vor der Haust\u00fcr haben. Langsam werden die Anlagen gr\u00f6\u00dfer und immer komfortabler. Hier gibt es sogar eine Autow\u00e4sche und Waschmaschinen. Schnell beziehen wir unsere Lodge mit Blick auf den Pioneer-Damm, der noch Wasser f\u00fchrt und an dessen gegen\u00fcberliegendem Ufer Hippos in der Sonne liegen. Die Akustik ist wunderbar. Das grunzen der Hippos ist so deutlich zu h\u00f6ren, dass man meint, sie stehen vor der T\u00fcr. Uns reicht die Zeit noch f\u00fcr einen Abstecher zum anderen Ufer des Pioneer-Damms und so genie\u00dfen wir die beiden Vogelbeobachtungs-Aussichtspunkte am Wasser bei g\u00f6ttlicher Ruhe. In einem dieser Vogelbeobach-tungsh\u00e4uschen kann man sogar \u00fcbernachten. Die Anmeldung daf\u00fcr nimmt die Rezeption des Mopani-Camps entgegen. Man muss nat\u00fcrlich alle Utensilien (einschl. Wasser) mitbringen. Aber immerhin gibt es hier einen Zaun, eine Toilette, einen Grillplatz und Liegen. Muss schon geil sein, hier zu \u00fcbernachten. Uns reicht die Zeit sogar noch f\u00fcr einen Abstecher zum 18 m entfernten Stapelkop-Damm. Unterwegs ist allerdings nicht viel los.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\">Das Restaurant im Camp ist ziemlich komfortabel und dennoch wenig besucht. Zwar f\u00fchren die hier auch wieder die gleiche Speisekarte, aber die ist in Nuancen anders und so essen wir recht gut und vor allem schnell und g\u00fcnstig. Die Lage dieses Camps ist grandios. Schnell bricht die Nacht herein und wir belauschen die vielf\u00e4ltigen Ger\u00e4usche am See. Eigentlich ist diese Lodge viel zu sch\u00f6n gelegen, um die Nacht mit Schlaf zu vertr\u00f6deln. Immer hat man das Gef\u00fchl, man verpasst etwas. Uns grunzen die Hippos in den Schlaf und man m\u00f6chte dieses Feeling irgendwie fest halten, so beeindruckend sind die Ger\u00e4usche.<\/span><\/p>\n<hr style=\"height: 1px; width: 30%;\" size=\"1\" width=\"30%\" \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\"><strong><em>Samstag, 10.09.2005 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 Mopani (Krueger N. P.)<\/em><\/strong><br \/>\nHeute morgen ist unser n\u00e4chster Buschwalk angesagt. Diesmal sind wir die Ersten, die im Jeep sitzen. Um 6 Uhr starten wir mit insgesamt 8 G\u00e4sten und 2 Guids. Nach 12 km langer Fahrt bei saukaltem Fahrtwind sind wir froh, als wir am (ausgetrockneten) Flussbett aussteigen d\u00fcrfen. Ab hier beginnt der Fu\u00dfmarsch. Schnell wird klar, dass die Guides (wieder beide bewaffnet) Miezekatzen suchen. Fu\u00dfabdr\u00fccke &#8211; angeblich auch ganz frische &#8211; sind in dem lockeren Sandboden gen\u00fcgend vorhanden, nur die K\u00e4tzchen machen sich rar. Nach 3 Stunden Fu\u00dfmarsch quer durch den Busch hat sich aber nicht ein einziges Tier und schon gar keine Miezekatze blicken lassen. Hier in dem Gebiet scheinen alle ausgewandert zu sein. (Oder sie sitzen alle gem\u00fctlich beieinander und begucken die Touris, die da schon wieder blind durch den Busch schlappen). Den einzigen Nervenkitzel bietet die Wasserpf\u00fctze am Flussbett, in die gerade ein richtig gro\u00dfes Krokodil steigt. V\u00f6llig unger\u00fchrt von dieser Tatsache f\u00fchrt uns der Guide dann an dem Ufer durch das Schilf &#8211; nat\u00fcrlich ohne mit dem Vieh wenigstens Blickkontakt zu haben. Aber Kroko wollte wohl heute nicht schon wieder Touris zum Fr\u00fchst\u00fcck und so haben wir das alles gut \u00fcberstanden. Au\u00dfer einem Elefantenbeckenknochen, einem Wasserbockgeweih und ein paar Impalas; daf\u00fcr diversen Kothaufen &#8211; die wir jetzt genau zuordnen k\u00f6nnen &#8211; gibt es nicht wirklich viel zu sehen. Trotzdem war es eine h\u00fcbsche Wanderung und wir w\u00e4ren gern auch noch l\u00e4nger durchs Gel\u00e4nde geschlappt. Allerdings wird es langsam hei\u00df und die Fliegen sind auch ziemlich l\u00e4stig.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\">Zur\u00fcck im Camp gehen wir erst einmal einkaufen und sehen uns etwas um. So gegen 14 Uhr machen wir uns dann noch einmal zu den Vogelbeobachtungsstellen auf und k\u00f6nnen dort 2 Elefanten am Flussufer beim Fressen beobachten.<\/span><\/p>\n<hr style=\"height: 1px; width: 30%;\" size=\"1\" width=\"30%\" \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\"><em><strong>Sonntag, 11.09.2005\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Mopani &#8211; Letaba (Krueger N. P.)<\/strong><\/em><br \/>\nUm 6:30 Uhr brechen wir von Mopani zur Weiterfahrt nach Letaba auf. Etwas wehm\u00fctig verlassen wir dieses herrliche Camp und sind gespannt auf Letaba &#8211; das laut Reisef\u00fchrer eines der sch\u00f6nsten Camps im Park sein soll. Nachdem wir die ganze Strecke auf der Hauptstra\u00dfe zur\u00fcckgelegt haben, erreichen wir 10:30 Uhr das Camp in Letaba. Es ist wirklich sehr sch\u00f6n gelegen, aber die erste Entt\u00e4uschung erleben wir, als die Lodges mit Blick zum Flu\u00df angeblich alle ausgebucht sein sollen. Dabei hatte der Reisef\u00fchrer geschrieben, dass alle Lodges Blick zum Flu\u00df haben. Schon mal eine L\u00fcge. Nix zu machen, wir m\u00fcssen in die zweite Reihe. (Das n\u00e4chste Mal wird der Logenblick mit reserviert!) Der viele Touri-Verkehr gibt uns einen Vorgeschmack darauf, dass wir uns mehr und mehr s\u00fcdlich und damit ins Touri-Einzugsgebiet begeben. Die Lodge selbst ist von Komfort und Lage ein echter Niveauabstieg zu Shingwedzi und Mopani und l\u00e4sst erahnen, welche Freuden mit dem Abendessen auf uns warten. Und genau so kommt es dann auch. Zum ersten Mal erleben wir unfreundliches, lustloses Personal. Es gibt die Wahl zwischen einem Men\u00fc und hungern. Wir nehmen beides zur H\u00e4lfte &#8211; Hauptgang mit Dessert und hungern. Das kann aber die n\u00e4chsten Abende spa\u00dfig werden!<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\">Am Nachmittag machen wir noch einen Abstecher zum Engelhard Damm. Die Fahrt geht zum Teil am Fluss entlang und in einem der Seitenarme ist es auch richtig interessant. Dort gibt es eine Vogelbeobachtungsstelle und so sehen wir doch noch einige Tiere. Insgesamt ist aber der Tierbestand im Norden mit dem hier in der Gegend nicht zu vergleichen.<\/span><\/p>\n<hr style=\"height: 1px; width: 30%;\" size=\"1\" width=\"30%\" \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\"><em><strong>Montag, 12.09.2005\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Letaba (Krueger N. P.)<\/strong><\/em><br \/>\n6:30 Uhr machen wir uns auf die Suche nach neuen Fotomotiven. Heute steht die gro\u00dfe Tour nach Olifant auf dem Plan. Hinzu geht die Fahrt entlang des Letaba (auch weitgehend ausgetrocknet) und wir machen einen kurzen Besuch im Olifant-Camp. Das ist sehr sch\u00f6n auf einer Anh\u00f6he gelegen und wesentlich kleiner und famili\u00e4rer als Letaba. Die H\u00fctten haben in etwa die gleiche Ausstattung und Gr\u00f6\u00dfe &#8211; also durchaus eine Alternative zum Camp in Letaba. Elefanten und Hippos gibt es hier reichlich. Auffallend ist, dass \u00fcberall viele Jungtiere dabei sind. Besonders interessant sind immer die Betonbr\u00fccken \u00fcber\/durch die Fl\u00fcsse. Man ist dem Wasser recht nah und irgendetwas gibt es immer zu sehen. So treffen wir heute auf einen gro\u00dfen und einen kleinen Nilwaran.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\">Zum Abendessen w\u00e4hlen wir trotzig den Schnellimbiss und haben bei gleicher Qualit\u00e4t mehr Quantit\u00e4t zum halben Preis. Witzig ist, dass die K\u00f6chin h\u00f6chstpers\u00f6nlich in voller Pr\u00e4senz einschlie\u00dflich Gesinde Punkt 6 Uhr zum Essen trommelt. Ein Ereignis!<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\">Unterwegs auf unserer Tour treffen wir auf der Schotterpiste mitten im Busch auf einen PKW mit eingeschalteter Warnblinkanlage. Der h\u00e4lt neben uns an und ein \u00e4lteres britisches Ehepaar (~65 bis 70 Jahre alt!) quasselt v\u00f6llig aufgedreht was von Emergency. Ich verstehe nur die H\u00e4lfte und denke schon, es ist sonst was, aber sie sehen beide noch ziemlich lebendig aus. Sie haben nur das Problem, dass sie versehentlich an den Schalter der Warnblinkanlage gekommen sind und nun nicht mehr wissen, wie sie den Warnblinker wieder ausbekommen. So kann man auch mit Kleinigkeiten den Menschen eine Freude machen! Ich m\u00f6chte nicht wissen, wie lange die schon v\u00f6llig aufgedreht mit Warnblinkanlage auf der Schotterpiste durch den Busch gefahren sind!<\/span><\/p>\n<hr style=\"height: 1px; width: 30%;\" size=\"1\" width=\"30%\" \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\"><em><strong>Dienstag, 13.09.2005\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Letaba (Krueger N. P.)<\/strong><\/em><br \/>\nEigentlich w\u00e4re dieser Tag f\u00fcr Letaba nicht mehr notwendig gewesen. Die wesentlichsten Touren haben wir bereits abgefahren und so entscheiden wir uns heute f\u00fcr den Letaba-River-Weg, der vom Mingerhout-Damm am Letaba entlang f\u00fchrt. Schon morgens treffen wir auf ein Prachtexemplar von Elefant mit gewaltigen Sto\u00dfz\u00e4hnen, der f\u00fcr uns zu posieren scheint und v\u00f6llig entspannt ist. In einer Flusssenke mit etwas Wasser verweilen wir etwas und prompt kommt dann auch ein Elefant zum trinken. Der versteht aber wenig Spa\u00df und so treten wir bescheiden zur\u00fcck. Der Rundweg nimmt uns bis Mittag in Anspruch. Dann entscheiden wir uns noch f\u00fcr den Wiederholungsbesuch Richtung Matambeni-Beobachtungsstelle, wo der Weg am Makhadzi bis zum Engelhard-Damm f\u00fchrt. Dort hatten wir gestern schon die vielen Hippos beobachtet. Die liegen auch heute faul in der Sonne und tun relativ wenig. Wir parken unter einer gelb bl\u00fchenden und wunderbar duftenden Akazie direkt am Wasser und warten ab. Im Nachmittagslicht pr\u00e4sentiert sich dann ein Bienenfresser direkt vor unserer Nase und gegen\u00fcber entdecken wir das Nest einer Schreiadlerfamilie mit 2 Jungen, die schon fast fl\u00fcgge sind. Fasziniert von dieser Beobachtung wollen wir eigentlich l\u00e4nger verweilen und auf die R\u00fcckkehr der Elternv\u00f6gel mit Futter warten. Doch pl\u00f6tzlich kommen 1, 2, 3 viele Elefantendamen mit ihren Jungtieren direkt auf uns zu getrabt. Die Stra\u00dfe ist eine Sackgasse und wir k\u00f6nnen nur in eine Richtung weg, also bleibt uns nur die Flucht nach vorn, bevor uns die Herde einkreist. Wir ziehen es vor, uns zur\u00fcckzuziehen, auch wenn wir hier eigentlich eher da waren. Schade, aber die sind eben doch st\u00e4rker!<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\">Wir fahren dann noch zu der Stelle, an der die Hippos alle faul im Wasser liegen und schauen zu, ob dort etwas passiert, als pl\u00f6tzlich aus dem Uferbereich eine Schlange kommt. Sp\u00e4ter stellen wir fest, dass es sich um eine Mosambik-Speikobra gehandelt haben muss. So schnell wie sie kam, ist sie aber auch wieder verschwunden.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\">Im Camp toben die Gr\u00fcnmeerkatzen von H\u00fctte zu H\u00fctte und klauen den Touristen, die noch immer nicht kapiert haben, dass sie in der Wildnis sind, die Esserei &#8211; wenn es sein muss auch aus der Hand. \u00dcberall im Camp grasen Buschb\u00f6cke und lassen sich nicht wirklich beeindrucken. Morgens beim Fr\u00fchst\u00fcck riskieren sie schon mal einen bettelnden Blick, ob nicht vielleicht doch etwas abf\u00e4llt.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\">Nach dem 8-Essen im Schnellimbiss (nichts f\u00fcr Gourmets) geniessen wir den Sonnenuntergang am Fluss, ertr\u00e4nken unsere Geschmacksnerven im Rotwein und lauschen den Ger\u00e4uschen des Buschs, die einfach nur faszinierend sind.<\/span><\/p>\n<hr style=\"height: 1px; width: 30%;\" size=\"1\" width=\"30%\" \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\"><em><strong>Mittwoch, 14.09.2005 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 Letaba &#8211; Satara (Krueger N. P.)<\/strong><\/em><br \/>\nSo sch\u00f6n das Fr\u00fchst\u00fccken im Angesicht der aufgehenden Sonne ist, so sch\u00f6n finden das auch die Affen. Es sind wieder einige Gr\u00fcnmeerkatzen unterwegs, die alles klauen, was sich fressen l\u00e4sst und sie finden immer einige Leute, die unbedarft genug sind, ihre Essensvorr\u00e4te alle in der offenen K\u00fcche auszubreiten. Bis die Hausherren \u00fcberhaupt registrieren, was Sache ist, sind die Affen schon lange mit den Leckereien abgehauen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\">Um 6:45 Uhr verlassen wir das ungastliche Camp in Letaba. Den Gro\u00dfteil der Strecke nach Satara fahren wir Teerstra\u00dfe und zwischendurch beginnt es sogar etwas zu regnen. Gegen 11 Uhr hat sich auch dieser Wolkenhimmel aufgel\u00f6st und es scheint die Sonne, ohne dass es zu hei\u00df ist. Nachdem wir noch gen\u00fcgend Zeit bis zur Ankunft in Satara haben, entscheiden wir uns f\u00fcr die Holperpiste. Allerdings ist das tierische Angebot etwas flau. Nach dem Einchecken in Satara, einem Camp was zwar nicht so malerisch gelegen ist, man daf\u00fcr aber schon am Eingang mit Handschlag und breitem L\u00e4cheln begr\u00fc\u00dft wird, freuen wir uns auf die n\u00e4chsten 2 Tage. Die H\u00fctte ist h\u00fcbsch, direkt am Zaun gelegen, sauber und alles wirkt wieder freundlicher und famili\u00e4rer als in Letaba. Nach einem Besuch im Shop brechen wir um 15 Uhr noch einmal zu einer kleinen Runde auf. Nicht ohne uns vorher an der obligatorischen Tafel an der Rezeption informiert zu haben, was wo in der Gegend gesichtet wurde. Besonders L\u00f6wen und Nash\u00f6rner interessieren uns und rein zuf\u00e4llig wurden die auf der Route gesehen, die wir uns ausgesucht haben. Schon nach 5 km werden wir von einem entgegenkommenden Fahrzeug informiert, dass in 2 km weiter 4 L\u00f6wen lagern. Entgegen aller guten Vors\u00e4tze, wegen dieser bl\u00f6den Katzenviecher keine Verrenkungen zu machen, d\u00fcsen wir los und prompt ist der Platz durch ~10 Autos gut auszumachen. Die Tierchen sieht man allerdings erst auf den zweiten Blick rumliegen. Es sind 4 L\u00f6wenweibchen. Wir haben einen guten Platz und um besser sehen zu k\u00f6nnen, postieren wir uns rausgelehnt aus den hinteren Fenstern (was nat\u00fcrlich ziemlich verboten ist). So verbringen wir die n\u00e4chsten 2 Stunden damit, den K\u00e4tzchen beim Schlafen zuzusehen. Freundlicherweise hat eine wenigstens mal den Kopf gehoben und geg\u00e4hnt. Sonst passiert gar nichts und kurz vor 6 Uhr d\u00fcsen dann alle wie bekloppt mit Vollgas ins Camp und hinterlassen eine m\u00e4chtige Staubfahne.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\">Zum Abendessen gibt es wieder Men\u00fc vom Buffet f\u00fcr 100 Rand\/Person. So satt haben wir uns schon lange nicht mehr gegessen und gut ist es auch noch. Wieder hatte zuvor der Koch zum Buffet getrommelt. Die Atmosph\u00e4re im Restaurant ist toll. Da stimmt sowohl das Ambiente als auch der Service und nat\u00fcrlich die Qualit\u00e4t des Essens. Hier wird der Gast noch gepampert und man hat Africa-Feeling pur!<\/span><\/p>\n<hr style=\"height: 1px; width: 30%;\" size=\"1\" width=\"30%\" \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 16px;\"><em><strong><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;\">Donnerstag, 15.09.2005\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Satara (Krueger N. P.)<\/span><\/strong><\/em><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;\"><br \/>\nSchei\u00df Katzenviecher. Nun sind wir auch angesteckt! Daf\u00fcr stehen wir heute sogar noch eine halbe Stunde fr\u00fcher auf. Also klingelt der Wecker 4:30 Uhr und \u00fcberp\u00fcnktlich stehen wir 10 Minuten vor 6 Uhr vor dem Tor &#8211; allerdings nicht als erster und auch nicht als zweiter &#8211; nein, brav als 17. (!) Auto in der Warteschlange (gibt es hier eigentlich nur Bekloppte?). Das ist doch pervers! So brettern 7 Autos die 8 km auf der Schotterpiste vor uns her bis zu dem Punkt, an dem gestern die vier L\u00f6wen lagerten. Die sind nat\u00fcrlich wie erwartet l\u00e4ngst weg und Wegweiser haben sie auch nicht hinterlassen. Da wird unterwegs kein Wasserbock und kein Buschhase eines Blickes gew\u00fcrdigt. Echte Banausen! (die anderen). Unseren Adrenalinschock bekommen wir dann so gegen 8 Uhr an einem Loop, als das Auto vor uns (BMW) r\u00fcckw\u00e4rts f\u00e4hrt. So lernen wir &#8211; und unsere Sto\u00dfstange &#8211; Familie Kollmann aus Hamburg kennen. Zum Gl\u00fcck ist weder an unserem noch an deren Auto irgendetwas zu sehen, obwohl der &#8222;Knutscher&#8220; schon recht heftig war. So plaudern wir noch sehr nett \u00fcber Namibia und Botswana, welche die beiden vor ihrem Besuch im Kruger-Park besucht haben. Wir vergessen dabei fast, dass wir mitten in der Wildnis stehen (und gegen die Regeln versto\u00dfen) und irgendwo in der N\u00e4he noch die K\u00e4tzchen von gestern sein m\u00fcssten.<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\">Nach dem rasanten Tagesbeginn lassen wir es dann etwas langsamer angehen und verbringen viel Zeit damit, das rege Treiben an einem Wasserloch (eher Matschloch, da auch fast versiegt) zu beobachten. Dort treffen sich Impalas, Zebras, 1 Elefant, 4 Warzenscheine einer Familie und 2 verfeindete (streits\u00fcchtige) Warzenschweine, was Zoff bedeutet, 1 Gro\u00dffamilie Paviane, 1 geduldiges Gnu, 2 Wollkopfgeier, 4 Kudus und eine Giraffe. So kann man wirklich interessante Verhaltensweisen beobachten. Besonders interessant sind dabei die Versuche des Elefanten, aus dem fast leeren Wasserbecken doch noch ein paar Tropfen zu erobern und er tut uns richtig leid, dass er sich so anstrengen muss.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\">Abends gehen wir wieder lecker Men\u00fc essen, nicht ohne dem Koch vorher beim 6-Uhr-Trommeln zuzuschauen. Das Feeling hier im Restaurant ist echt filmreif und saugem\u00fctlich.<\/span><\/p>\n<hr style=\"height: 1px; width: 30%;\" size=\"1\" width=\"30%\" \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\"><em><strong>Freitag, 16.09.2005\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Satara &#8211; Lowe Sabie (Krueger N. P.)<\/strong><\/em><br \/>\nNach dem gestrigen Morgenstress lassen wir es heute etwas ruhiger angehen. Gegen 7 Uhr brechen wir zur Weiterfahrt nach Lower Sabie auf. Der Weg ist relativ weit und so verkneifen wir uns heute Schotterpisten. Daf\u00fcr bekommen wir kurz vor Lower Sabie dann endlich auch Rhinos zu Gesicht. 2 Nash\u00f6rner (Breitmaul-) zeigen sich nur aus der Ferne und schlafen im Stehen. Wenige Kilometer weiter kommen dann auch 2 der Kolosse richtig formatf\u00fcllend ins Bild. Zu den Big Five fehlt uns nun noch der Leopard, aber den schminken wir uns besser gleich ab. Da gewinnt man eher im Lotto!<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\">Das Camp in Lower Sabie ist am Fluss gelegen und nicht so sehr gro\u00df. Wieder einmal ist eine H\u00fctte mit Blick zum Wasser nicht zu bekommen, aber daf\u00fcr haben wir eine richtig gro\u00dfe H\u00fctte in der zweiten Reihe. Alles ist sauber und ordentlich und den Nachmittag vertr\u00f6deln wir im Camp. Am Rieddach unserer Lodge wohnt ein Flughund und im Baum nebenan lebt ein Baumagamen-P\u00e4rchen. Da vergeht die Zeit wie im Flug. Am Abend essen wir wieder richtig lecker f\u00fcr 8 \/Person Men\u00fc und geniessen dabei noch das Grunzen der Hippos unten am Fluss. Was will man mehr?<\/span><\/p>\n<hr style=\"height: 1px; width: 30%;\" size=\"1\" width=\"30%\" \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\"><em><strong>Samstag, 17.09.2005 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 Lowe Sabie (Krueger N. P.)<\/strong><\/em><br \/>\nOffenbar ist f\u00fcr 8 Uhr ein Adrenalinschub vorgesehen. Heute entschlie\u00dfen wir uns, es etwas langsamer angehen zu lassen und das seit Tagen f\u00e4llige herzhafte Fr\u00fchst\u00fcck mit R\u00fchrei und Schinken zu uns zu nehmen. Um 6:45 Uhr verlassen wir das Camp mit dem Ziel, auf der Hauptstra\u00dfe bis Skukuzza (dem Hauptcamp) zu fahren. Gleich 500 Meter hinter dem Camp ist ein See mit vielen Hippos, Krokodilen und einem Graufischer, der gerade versucht, seinen gefangenen Fisch tot zu schlagen. Der Tag f\u00e4ngt gut an. Es dauert auch nicht lange, bis wir die ersten L\u00f6wen sichten. 13 Weibchen mit Nachwuchs, zum Teil so gro\u00df wie Miezek\u00e4tzchen. Die legen sich in sicherer Entfernung in das Schilf und verschlafen den Tag. Wenige Kilometer weiter sichten wir dann unseren ersten Leoparden und den letzten, der uns zu den &#8222;Big Five&#8220; noch fehlt. Dann wandeln gleich noch einmal zwei L\u00f6wenm\u00e4nnchen (einer mit M\u00e4hne- wie bestellt!) und kommen vom Flu\u00df herauf direkt auf uns zu. Den Katzen auf 2 Meter Entfernung nahe zu sein, ist Adrenalin pur!. Die sind offensichtlich gut satt und suchen nun ein nettes Pl\u00e4tzchen f\u00fcr ihr Verdauungsnickerchen. Der mit der M\u00e4hne pubst noch ein wenig in der Gegend herum und legt sich dann schlafen. Der andere spaziert noch einmal an unserem Auto entlang (inzwischen ist die Hauptstra\u00dfe mit Autos zugeparkt &#8211; aber wir haben den Logenplatz), pinkelt seinem Kumpel ans Bein und legt sich dann auch schlafen. Genug Zeit f\u00fcr uns, ein paar Filme &#8222;L\u00f6we&#8220; zu verschie\u00dfen. So gelingen auch h\u00fcbsche Portraitaufnahmen. Erst jetzt sehen wir, dass wir &#8211; obwohl in vorderster Front &#8211; die Einzigen sind, die bei offener Scheibe fotografieren. Alle anderen knipsen hinter hochgedrehter Scheibe &#8211; never!! Gut, wachsam muss man schon sein und auf die Reaktionen der Tiere achten, aber so satt wie die gerade sind, haben die keine Lust auf Zoff. Dass die Jungs sich ausgerechnet an die Hauptstra\u00dfe legen zum schlafen ist schon absurd und nachmittags auf unserem R\u00fcckweg liegen die noch immer an fast dem gleichen Platz. Sie haben sich lediglich etwas weiter in den Schatten gerollt. Der \u00e4ltere der beiden L\u00f6wen tr\u00e4gt sogar ein Halsband mit Sender.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\">Skukuzza ist absoluter Massentourismus und so kratzen wir dort auch schnell wieder die Kurve, nachdem wir uns mit den unbedingt notwendigen Strau\u00dfeneiern im Souvenirshop versorgt haben. Auf dem R\u00fcckweg fahren wir Schotterpiste durch herrliches Rhino-Gebiet und sehen haufenweise deren &#8222;Toiletten&#8220; &#8211; aber kein einziges Rhino zeigt sich. Wahrscheinlich ist es denen auch zu hei\u00df. Immerhin haben wir 35 \u00b0C.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\">So verbringen wir die restlichen Stunden bis zum Einschluss an dem See gleich vor der Haust\u00fcr. Erst steigt ein Fisch aus dem Wasser, der dann an einem Schlangenhalsvogel h\u00e4ngt (so sieht das jedenfalls aus), dann kommen die Hippos neugierig auf uns zu geschwommen und Zeit, den Sonnenuntergang um 17:30 Uhr zu fotografieren, bleibt auch noch. Die ganze Zeit beobachtet uns schon ein riesiges Krokodil, das neugierig bis ans Ufer geschwommen kommt. Schon beim fotografieren &#8211; die untergehende Sonne gl\u00e4nzte so sch\u00f6n auf seiner Haut &#8211; sieht man ihm an, dass es etwas im Schilde f\u00fchrt. Die Sonne ist noch nicht richtig untergegangen, als der Koloss (gut 3,0 bis 3,5 Meter lang) aus dem Wasser kommt und direkt auf uns zu l\u00e4uft, den Kopf zu uns dreht &#8211; als will es sagen &#8222;so da bin ich, jetzt macht ordentliche Bilder von mir&#8220; &#8211; und sich unmittelbar vor unser Auto legt. Wir k\u00f6nnen keinen Millimeter vorfahren und meine erste Sorge ist, wenn der jetzt mit dem Schwanz wedelt, brauchen wir eine neue Sto\u00dfstange. F\u00fcr die anderen Leute in den Autos um uns herum ist das nat\u00fcrlich der Fun schlechthin und schon zum zweiten Mal an diesem Tag sind wir &#8222;Frontman&#8220;. Jedenfalls l\u00e4sst sich das Vieh noch ausgiebig fotografieren, um dann wieder abzuziehen und in seinen See zu gehen. Das ist dann der zweite Adrenalinsto\u00df heute und wahrlich genug Action f\u00fcr einen Tag. Mal sehen was der neue Tag bringt! Trotzdem \u00e4rgere ich mich noch im Nachhinein \u00fcber die R\u00fccksichtslosigkeit einiger Leute, die unser Fahrzeug total eingekeilt hatten, so dass wir keinen Meter h\u00e4tten ausweichen k\u00f6nnen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\">Den Lacher des Tages h\u00e4tten wir bei so viel Action schon fast wieder vergessen. Unterwegs auf der Hauptstra\u00dfe nach Skukuzza ist ziemlich viel Verkehr und die Tiere &#8211; sowohl Hornraben als auch Meerkatzen &#8211; haben schon das Betteln gelernt. Jedenfalls sitzen ruckzuck 2 Meerkatzen auf unserem Auto. Gl\u00fccklicherweise haben wir die Fenster schnell genug geschlossen. Die eine junge Meerkatze ist ziemlich hartn\u00e4ckig und will &#8211; auf dem Au\u00dfenspiegel sitzend &#8211; nicht wieder absteigen. Sie hat offenbar schon gelernt, dass Hartn\u00e4ckigkeit doch meist zu einer Futtergabe f\u00fchrt. Da hat sie sich aber bei uns get\u00e4uscht und noch nicht einmal die Trillerpfeife hilft, sie zum Abstieg zu bewegen &#8211; auch nicht das Beschleunigen. Irgendwann ist es ihr aber dann doch etwas zu schnell und so l\u00e4sst sie doch noch von uns ab. Der Anblick jedenfalls ist goldig &#8211; wenn auch aus tiersch\u00fctzerischer Sicht sehr bedenklich.<\/span><\/p>\n<hr style=\"height: 1px; width: 30%;\" size=\"1\" width=\"30%\" \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\"><em><strong>Sonntag. 18.09.2005<\/strong><strong>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Lowe Sabie &#8211; Berg-en-dal (Krueger N. P.)<\/strong><\/em><br \/>\nHeute beginnt der Tag sozusagen mit einer Zugabe zu den &#8222;Big Five&#8220;. Wir treffen auf einen Geparden, der die Stra\u00dfe \u00fcberqueren will. Leider bin ich mal wieder viel zu langsam mit dem Tele, es stehen zu viele Autos im Weg und \u00fcberhaupt langt es nur f\u00fcr ein Bild &#8211; hoffentlich. (es hat gelangt und das Bild ist top)<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\">Auf dem Weg nach Berg-en-dal m\u00fcssen wir verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig viel Schotterpiste bew\u00e4ltigen. Zwischendurch (um die Mittagszeit) ist es wieder etwas flau mit Tieren. Ansonsten sehen wir erneut viele Rhino-Klos (die M\u00e4nner benutzen immer den gleichen Haufen &#8211; so erkennt man deren Revier) aber au\u00dfer weiteren 5 Hornraben passiert nichts aufregendes. Bis dann pl\u00f6tzlich in tiefster Pampa auf einer wunderbar freien Fl\u00e4che ein Breitmaulnashorn grast, sich nicht aus der Ruhe bringen l\u00e4sst und sogar noch n\u00e4her kommt. Welch ein Gl\u00fcck wir doch haben &#8211; oder wird einfach nur unsere Beharrlichkeit belohnt.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\">Gegen 13 Uhr treffen wir in Berg-en-dal ein. Erschrocken m\u00fcssen wir feststellen, dass der letztes Jahr so sch\u00f6ne Stausee fast g\u00e4nzlich ausgetrocknet ist. Daf\u00fcr haben wir eine wunderbar idyllische Lodge und beschlie\u00dfen &#8211; entgegen unseres Vorsatzes &#8211; hier doch mal zu grillen. Au\u00dferdem verzichten wir auf den Nachmittagsloop und genie\u00dfen daf\u00fcr die Idylle und Ruhe hier im Camp. Es scheint nicht ausgebucht zu sein und so verbringen wir einen ruhigen Nachmittag. Im Shop besorgen wir uns Fleisch, Holzkohle und wunderbares Hartholz und haben so ein richtig romantisches Abendessen bei Grillfleisch und Wein.<\/span><\/p>\n<hr style=\"height: 1px; width: 30%;\" size=\"1\" width=\"30%\" \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\"><em><strong>Montag, 19.09.2005 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 Berg-en-dal (Krueger N. P.)<\/strong><\/em><br \/>\nDer Tag beginnt mit einem handfesten Fr\u00fchst\u00fcck aus Eiern und Speck. Nach unserer Grillaktion von gestern Abend und dem urgem\u00fctlichen Feuer bei Swasi-Zebra-Kerzenlicht haben wir Lust auf mehr bekommen. Die Grillecke hier in der Lodge l\u00e4dt aber auch dazu ein.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\">Den Tag verbringen wir an einem gut besuchten Wasserloch, an das auch T\u00fcpfelhy\u00e4nen zum baden, Zebras, Gnus, Warzenschweine, Impalas, Giraffen, Perlh\u00fchner und ein Raubadler regelm\u00e4\u00dfig zum trinken kommen. Schon auf dem Weg dahin haben wir unterwegs aus n\u00e4chster N\u00e4he eine Hy\u00e4ne am Stra\u00dfenrand gesehen. Gegen Nachmittag fahren wir noch ein St\u00fcck die Hauptstra\u00dfe in Richtung Skukuzza und sehen dort an der Stra\u00dfe 5 Rhinos faul im Schatten liegen. Eigentlich wollten wir dann so gegen 4 Uhr ins Camp zur\u00fcck: Auf halbem Weg treffen wir auf eine T\u00fcpfelhy\u00e4nenfamilie mit 5 Jungen, die sich gerade am Stra\u00dfenrand versammeln, um gemeinsam zur Jagd aufzubrechen. Zu gern h\u00e4tten wir erlebt, wie die mit Beute zur\u00fcckkehren, doch leider m\u00fcssen wir um 17:00 Uhr den Heimweg antreten. Wie der Teufel d\u00fcsen wir die letzten 24 km zur\u00fcck und fliegen durch das schon halb geschlossene Tor. Nach unserer Uhr im Auto ist es 5 vor 6. Erst beim Uhrenvergleich stellen wir fest, dass die Uhr im Auto 5 Minuten nach geht. Den Einschluss h\u00e4tten wir fast verfehlt!! Nun schnell noch in den Shop und uns mit Grillgut, Bier, Holz und Holzkohle versorgt, damit der Abend stilvoll ausklingen kann.<\/span><\/p>\n<hr style=\"height: 1px; width: 30%;\" size=\"1\" width=\"30%\" \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\"><em><strong>Dienstag, 20.09.2005\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Berg-en-dal &#8211; Siteki (Swasiland)<\/strong><\/em><br \/>\nHeute morgen werden wir nun diesen herrlichen Garten Eden verlassen und uns in das wahre Afrika begeben. Gleich am Ausgang des Parks bieten kleine Obstst\u00e4nde die Fr\u00fcchte der Region &#8211; hier Orangen und Papaya &#8211; zu Spottpreisen an. 5 kg Orangen f\u00fcr 1,50 Euro , Papaya f\u00fcr 0,50 Euro das St\u00fcck &#8211; f\u00fcr uns ein Traum. Wir decken uns ein und dann geht es Richtung Swasiland. Die Grenzpassage ist ein Witz und mit 2x anstellen, hochwichtiger Miene bzw. dem\u00fctigem Blick (von uns) und 5 Rand Geb\u00fchr haben wir die Sache schnell hinter uns. Vollkommen daneben das Ganze und sauunfreundlich. Als ob sich dieses Land ein solches Beamtentum leisten k\u00f6nnte! Hauptsache wir d\u00fcrfen hier auch wieder raus aus diesem K\u00f6nigreich.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\">Die Ortschaften die wir durchfahren unterscheiden sich aber nicht wirklich von S\u00fcdafrika. Der Tankwart ist \u00e4u\u00dferst zuvorkommend und erkl\u00e4rt uns pr\u00e4zise den Weg. Wir finden den Hlane National Park auch gleich auf Anhieb (Kunstst\u00fcck wenn die Hauptstra\u00dfe mittendurch geht!) und tats\u00e4chlich sind dort &#8211; wie im Reisef\u00fchrer angek\u00fcndigt &#8211; nur eine Handvoll Besucher. Es kostet 25 Rand Eintritt pro Person und die &#8222;Karte&#8220; muss man im Shop extra kaufen. Das ist aber nur eine Schwarz\/wei\u00df-Kopie f\u00fcr 5 Rand mit Strichzeichnung. Wir machen uns auf den Weg und kommen genau bis zur ersten Abzweigung. Wenn wir nicht in den L\u00f6chern f\u00fcr immer verloren gehen wollen, ist es kl\u00fcger umzudrehen. Die Piste ist f\u00fcr jeden Off-Road-Kurs geeignet, aber nicht mit einem normalen PKW zu befahren. Wir haben Gl\u00fcck, dass wir nicht schon in einem Loch stecken geblieben sind. Die noch dazu sehr schmalen Wege machen ein Ausweichman\u00f6ver v\u00f6llig unm\u00f6glich. Wehe wenn hier ein Elefant kommt und Anspruch auf den Weg erhebt. Da hilft dann nur noch beten und auf dessen gute Laune hoffen. Wir drehen also schleunigst um und nehmen den Hauptweg einmal auf und ab. Wenn wir hier mehr sehen wollten, m\u00fcssten wir zwingend eine gef\u00fchrte Tour buchen. Darauf haben wir aber keine Lust und Tiere &#8211; von ein paar Impalas abgesehen- haben wir sowieso nicht gesehen. Das liegt aber sicherlich auch an dem total dichten und trockenen Gestr\u00fcpp \u00fcberall. So setzen wir uns noch etwas ans Wasserloch, an dem sich wenigstens eine Menge Rhinos aufhalten. Sogar Giraffen laufen vorbei.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\">Gut, wir sind vom Kr\u00fcger-Park verw\u00f6hnt, aber das war ja mal nix. So brechen wir gegen 14 Uhr auf zur Weiterfahrt nach Siteki (noch 12 km). Zum Gl\u00fcck ist die Mabuda-Farm gut ausgeschildert. So finden wir das Quartier f\u00fcr die n\u00e4chste Nacht schnell &#8211; allerdings nicht ohne auf das Schlimmste gefasst zu sein. Es kommt aber wesentlich besser als erwartet. Die Lodge ist eine ganze Wohnung, liebevoll eingerichtet und \u00e4u\u00dferst h\u00fcbsch am Berg mit Blick auf die Lebombo-Berge gelegen. Morgen Fr\u00fch bekommen wir sogar das Fr\u00fchst\u00fcck gemacht. Dennoch wollen wir eigentlich hier so schnell wie m\u00f6glich wieder raus aus dem Land. Wir machen noch einen kleinen Spaziergang zu den herrlich lila bl\u00fchenden Jacarantab\u00e4umen. Daf\u00fcr muss Uwe 3 Hunde b\u00e4ndigen und sie in englisch nach Hause schicken. Klappt aber gut &#8211; kann er sein Hundefl\u00fcsterer-Diplom drin machen! Vor dem zu Bett gehen finden wir in unserem Koffer noch einen Frosch, der wohl auf diese Weise aus Swasiland emigrieren wollte. Keine Ahnung wie der da reingekommen ist. Aber auch f\u00fcr den gilt: wir nehmen keine Fremden mit.<\/span><\/p>\n<hr style=\"height: 1px; width: 30%;\" size=\"1\" width=\"30%\" \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\"><em><strong>Mittwoch, 21.09.2005\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Seteki &#8211; Hluhluwe N. P.<\/strong><\/em><br \/>\nUnsere Hausdame klopft, entgegen der Absprache, uns um 7 Uhr das Fr\u00fchst\u00fcck zuzubereiten, bereits um 6 Uhr an die T\u00fcr. Wir sind etwas verwundert, aber schon aufgestanden und so bekommen wir Spiegelei mit Speck und Griesbrei (iiih!) mit Toastbrot serviert. Kann man nicht meckern. Die Kleine nehme ich mit nach Hause! Es stellt sich heraus, dass Ina eine Missionarin ist und die Lodge im Auftrag der Hausherren verwaltet &#8211; die \u00fcbrigens \u00e4u\u00dferst stilvoll in englischem Tudorstil wohnen. Wir sind um 7 Uhr fertig mit dem Fr\u00fchst\u00fcck und abreisebereit.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\">Auf unserer Weiterfahrt werden wir noch von einem provisorischen Schlagbaum und \u00e4u\u00dferst dilettantisch wirkenden &#8222;Beamten&#8220; aufgehalten. Einer springt im wei\u00dfen Kittel rum und der andere hat eine Spritzpumpe auf dem R\u00fccken &#8211; Seuchenkontrolle. Wir m\u00fcssen anhalten und der mit dem wei\u00dfen Kittel textet uns in Landessprache zu. Wir verstehen nat\u00fcrlich kein Wort, was seine Miene nicht gerade freundlicher werden l\u00e4sst. Die ihm noch verbliebenen letzten beiden Zahnstummel in seinem Unterkiefer f\u00f6rdern auch nicht gerade die Verst\u00e4ndlichkeit seiner Aussprache und so muss er dann in einer Mischung aus englisch und Swasi noch ein paar mal wiederholen, was er uns mitzuteilen hat. Am Ende entschuldigt er sich aber f\u00fcr sein mangelndes Englisch und irgendwie ahnen wir dann auch, was der Herr &#8222;Veterin\u00e4r&#8220; (man hatte es handschriftlich auf seinen wei\u00dfen Kittel geschrieben) will. Nachdem er einen wichtigen Blick in unseren Kofferraum geworfen hat, d\u00fcrfen wir weiterfahren. In 2 \u00bd Stunden erreichen wir die Grenze von Swasiland. Nicht ohne echte Armut gesehen zu haben, die bei uns schon Beklemmung ausl\u00f6st. Nein, hier m\u00fcssen wir nicht noch einmal her. Der Grenz\u00fcbergang geht reibungslos. Lediglich die Einreise nach South Africa ist mit einer geringf\u00fcgigen Formalit\u00e4t verbunden. Daf\u00fcr schaut einer in den Motorraum (he, weiss der nicht was vorne und hinten ist?) und gibt die Fahrgestell-Nummer per Funk weiter. W\u00e4re ja schon der Hammer, wenn dann so ein Mietauto als geklaut gef\u00fchrt wird! Ist aber kein Problem. In gut 1 \u00bd Stunden erreichen wir Hluhluwe und vertr\u00f6deln die Zeit erst einmal mit Lebensmittelnachschubbeschaffung und dann im Park mit Warten auf das Einchecken. Da ist es aber auf dem Parkplatz vor dem Supermarkt viel spannender, als hier in der Hotellobby rumzuh\u00e4ngen. Das Einchecken gestaltet sich sehr z\u00e4hflie\u00dfend und \u00fcberhaupt ist das hier alles etwas steifer als im Kr\u00fcger-Park. In unseren Tarnklamotten heben wir uns vom Anzugtr\u00e4ger und der Schickimickitussi im Glitzerlook schon ein wenig ab und mein Handt\u00e4schchen habe ich auch nicht dabei! Gegen 13:30 Uhr k\u00f6nnen wir dann endlich unsere Lodge im Hiltop Camp beziehen. Auch hier gibt es keinen Schl\u00fcssel. Nur im Gegensatz zu Punda Maria ist der Weg bis zum Restaurant ziemlich weit und nachts sehr sehr dunkel. Es gibt zwar einen Safe, aber wie soll da unsere Ausr\u00fcstung rein??? Die Lodge selbst ist sehr ger\u00e4umig mit einer Terrasse und wundersch\u00f6nem Ausblick. Wir machen noch eine kleine Rundfahrt und stellen schnell fest, dass uns der Kr\u00fcger-Park verw\u00f6hnt hat. Zwar ist hier die Vegetation gr\u00fcner, aber eben auch weniger gut zu \u00fcberschauen. Landschaftlich ist das Gebiet sehr sch\u00f6n, doch der Tierbestand steht schon weit hinter dem Kr\u00fcger-Park zur\u00fcck. Die Gegend ist sehr bergig, was ein st\u00e4ndiges auf- und abfahren bedeutet und so muss man auch nach den Tieren immer bergauf- oder bergab schauen. &#8211; Nicht so wirklich der Hit! Gut, wir treffen abends noch auf eine Gruppe von 6 Rhinos direkt am Weg, das entsch\u00e4digt uns ein wenig f\u00fcr die teilweise echt schwierig zu fahrenden sehr steilen Nebenpisten. Ich kann mir gut vorstellen, dass die bei N\u00e4sse nicht zu befahren sind.<\/span><\/p>\n<hr style=\"height: 1px; width: 30%;\" size=\"1\" width=\"30%\" \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\"><em><strong>Donnerstag, 22.09.2005 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 Hluhluwe N. P.<\/strong><\/em><br \/>\nNachdem uns der Hluhluwe National Park nicht so wirklich fesselt und es \u00fcber Nacht auch noch geregnet hat und immer noch nieselt, gehen wir es etwas langsamer an. So gegen 8 Uhr verlassen wir das Camp und fahren bis zum Umfolozi Park. Viel geboten bekommen wir nicht. Daf\u00fcr ist auf den Haupt- und Nebenwegen jede Menge Verkehr von Leuten, die nach Pflanzen suchen, die hier nicht hergeh\u00f6ren. Im Klartext hei\u00dft, dass, hier latscht Hinz und Kunz zu Fu\u00df durch die Pampa und der Touri darf sei Fahrzeug nicht verlassen &#8211; nicht sehr \u00fcberzeugend! Aber gut, das sind halt die Regeln! Hinzu kommen noch Anlieferer, Bauarbeiter und Personal und alle brettern durch die Gegend wie gest\u00f6rt- Geschwindigkeitslimits gelten da offenbar nicht und bei den vielen Steigungen und Abfahrten ist das echt anstrengend und nervig. Als ganz besonderes Highlight des Tages pr\u00e4sentiert uns eine Nashornmutter ihr ca. 1 Woche altes Nashornbaby und wir k\u00f6nnen den beiden ziemlich nahe kommen, ohne dass sie Furcht zeigen. Da stockt uns schon der Atem und wir haben viel Zeit, die beiden zu beobachten. Inzwischen hat sich auch das Wetter wieder von seiner guten Seite gezeigt. Nach etwas Nebel am Morgen klettert nun das Thermometer auf warme 28 Grad.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\">Ein L\u00f6we des Parks wollte sich wohl offenbar wieder in sein Intimleben zur\u00fcckziehen, denn direkt an der Hauptstra\u00dfe finden wir ein Halsband mit Sender, das der wohl nicht mehr mochte und es deshalb abgelegt hat. Vom L\u00f6wen selbst oder irgend einem anderen Miezek\u00e4tzchen sehen wir weit und breit keine Spur.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\">Unser Abendessen nehmen wir wieder in Men\u00fcform im Restaurant der Lodge zu uns. Das Buffet ist wirklich \u00fcppig und der Koch h\u00e4lt auch einige Raffinessen bereit. So geniessen wir, bis nichts mehr reinpasst und sch\u00e4men uns f\u00fcr einige unserer Landsleute, die offenbar verpasst haben, dass die Apartheid abgeschafft wurde.<\/span><\/p>\n<hr style=\"height: 1px; width: 30%;\" size=\"1\" width=\"30%\" \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\"><em><strong>Freitag, 23.09.2005\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Hluhluwe N. P. &#8211; Durban<\/strong><\/em><br \/>\nHeute geht es richtig zur Sache. Wir ziehen in die Gro\u00dfstadt ein. Unser Weg f\u00fchrt uns nach Durban &#8211; jedoch nicht ohne noch einen Abstecher in den St. Lucia Wetland Park zu machen. Das ist gut so, denn so haben wir auch dieses Gebiet noch gesehen. Wir h\u00e4tten etwas verpasst, wenn wir diesen spontanen Kurswechsel nicht gemacht h\u00e4tten! Zwar reicht die Zeit nicht f\u00fcr das ganze Gebiet, aber immerhin bekommen wir einen Eindruck von der Gegend, die relativ wenig besucht ist und landschaftlich dennoch ihre Reize hat. Der K\u00fcstenabschnitt mit seinen wundersch\u00f6nen Sandd\u00fcnen lockt nicht nur uns sondern auch Wasserv\u00f6gel an und unterwegs treffen wir auch auf Nash\u00f6rner, Zebras, Gnus und div. anderes Getier. Nur Wale, warten leider nicht auf uns. Das Gebiet lohnt jedenfalls einen weiteren Besuch und in St. Lucia kann man auch \u00fcbernachten.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\">Zur Weiterfahrt nach Durban entscheiden wir uns f\u00fcr die N2-Autobahn, die ziemlich chaotisch befahren wird. Da latschen Fu\u00dfg\u00e4nger r\u00fcber und Fahrradfahrer sind genauso unterwegs wie total \u00fcberladene Fahrzeuge. Man sieht Ladungen, wo man nur denkt, schnell weg! 3 Mal m\u00fcssen wir auch Maut bezahlen (31 Rand). Kurz vor Durban wird der Verkehr noch heftiger und das alles auf der falschen Seite und ohne genauen Durchblick, wo wir eigentlich hin m\u00fcssen. Gott sei dank haben wir eine gute Karte mit Stadtplan und so finden wir das Hotel City Lodge recht gut. Das Hotel ist nicht schlecht, dumm nur, dass das Hotel einer Jugendherberge gleicht. Hier sind Unmengen von pubertierenden Jugendlichen einquartiert, die irgend ein Sport-Event haben. Es geht zu wie im Taubenschlag. Noch nicht einmal Essen bekommen wir hier im Hotel oder drum herum, weil alles reserviert ist. So bleibt uns nichts anderes \u00fcbrig, als uns zu Fu\u00df auf Futtersuche zu begeben. In der Hoffnung auf Fisch nehmen wir den Weg Richtung Strand, aber dort ist das Treiben noch bunter und wir nehmen schnell Rei\u00dfaus. Au\u00dferdem fallen wir als Wei\u00dfe auf wie bunte Hunde und pl\u00f6tzlich finden wir uns auf der Suche nach einem Restaurant aus dem Reisef\u00fchrer in einem sehr schwarz gepr\u00e4gten Stadtgebiet wider. Da es bald dunkel wird, geben wir raschen Schrittes die Suche auf und gehen zum Hotel zur\u00fcck. Zu Fu\u00df Essen zu gehen, k\u00f6nnen wir uns abschminken. Eigentlich will Uwe heute nicht mehr fahren, aber hungrig sind wir beide und die paar Salzstangen als Notreserve reichen da nicht weit. Au\u00dferdem macht Hunger aggressiv und das ist bei dem Get\u00fcmmel hier auch nicht gesund! Also nehmen wir doch das Auto und mit ordentlichem Navi (ich rieche das Essen!) finden wir schnell den Jachthafen und ein ordentliches Fischrestaurant. Die Methode, einfach hinter den anderen her zu fahren, hat mal wieder geklappt und so ist unser Abend (und die Laune) gerettet. Wir lassen den Tag bei einem guten Glas Wein, lecker Fisch und dem Blick \u00fcber die tollen Jachten im Hafen ausklingen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\">Unsere Jugendherberge wuselt noch recht lange, bis wir uns bei der Rezeption beschweren. Dann ist aber recht schnell Ruhe. Wahrscheinlich wollen die morgen Fr\u00fch um 5 Uhr von meiner Trillerpfeife geweckt werden!<\/span><\/p>\n<hr style=\"height: 1px; width: 30%;\" size=\"1\" width=\"30%\" \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\"><em><strong>Samstag, 24.09.2005\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Durban &#8211; Port St. Johnes (Wilde Coast)<\/strong><\/em><br \/>\nNachdem wir festgestellt haben, dass Durban nicht nach unserem Geschmack und schon morgens um 7 Uhr wieder Action unter unserem Fenster ist, beschlie\u00dfen wir, vorzeitig weiterzufahren und die Jugendherberge zu verlassen, zumal dieses Sportevent noch die ganze Woche andauern wird. (Erst sp\u00e4ter bekommen wir mit, dass Schulferien sein m\u00fcssen!) Au\u00dferdem ist heute auch noch Feiertag.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\">Der Weg an der K\u00fcste entlang f\u00fchrt uns weiter auf der N2 und ist wenig spektakul\u00e4r. Wir befahren die Autobahn bis zu deren Ende und wieder sind 2 Abschnitte mautpflichtig. Auch heute sehen wir die abenteuerlichsten Ladungen und neben Ziegen, K\u00fchen und Fu\u00dfg\u00e4ngern muss man immer auch mit gro\u00dfen Schlagl\u00f6chern rechnen. Ein LKW hat dann unterwegs auch prompt sein Bier im Stra\u00dfengraben abgeladen. Nur gut dass wir zu dem Zeitpunkt noch nicht wissen, dass das erst der Anfang der Wilde Coast ist. Unterwegs fahren wir auch an einigen zum Teil sehr sch\u00f6nen Golfpl\u00e4tzen vorbei und immer kurz davor stehen &#8211; zumeist Jugendliche &#8211; an der Stra\u00dfe und bieten Golfb\u00e4lle an. So kann man seinen Ballvorrat auch auff\u00fcllen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\">Ab Port Edward f\u00fchrt die Stra\u00dfe dann ins Landesinnere und in Ermangelung von Br\u00fccken f\u00e4hrt man alle Berge und T\u00e4ler der K\u00fcste (und davon gibt es reichlich!) aus. Die Stra\u00dfe ist eine Katastrophe, hat tiefe, gro\u00dfe L\u00f6cher, Fu\u00dfg\u00e4nger stehen an und auf der Stra\u00dfe oder \u00fcberqueren diese, K\u00fche liegen am Stra\u00dfenrand oder auf der Stra\u00dfe und man durchf\u00e4hrt die tiefste Pampa. Hinter Port Edward h\u00f6rt die Zivilisation auf und Afrika beginnt. Afrika pur mit Rundh\u00fctten \u00fcber den Berg verstreut, keine Zivilisation, kein Wasser, kein Strom und absolut nichts erschlossen. Diese Fahrt zieht sich ~ 200 km und scheint nie mehr zu enden. Aber immerhin haben wir hier noch Teerstra\u00dfe. Die endet an der Stichstra\u00dfe ins Mkambati Nature Reserve &#8211; eine unbefestigte Stichstra\u00dfe und der Wegweiser (immerhin vorhanden) verr\u00e4t (oder besser droht) uns, dass dieser Weg 40 km lang ist. So eine Stra\u00dfe haben wir bisher noch nicht gesehen und schon gar nicht befahren (Wellblechstra\u00dfe nennt man das). Das Auto hat schon viel mitgemacht und auch unbefestigte Pisten gut verkraftet, aber das hier ist zu viel des Abenteuers. Das hier ist Zumutung und Horror! Dieser Weg ist ohne Allradfahrzeug nicht zu bew\u00e4ltigen und wir w\u00e4ren vermutlich mit Dachschaden, Ged\u00e4chtnisverlust und ohne Z\u00e4hne angekommen. Obwohl wir die 3 kommenden N\u00e4chte schon bezahlt haben (360 R), drehen wir nach 15 Metern um und knicken dieses Reservat. <\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\">Also Weiterfahrt nach Port St. Johnes. Dort ist das Umngazi River Bungalow Ressort mit den Nobelquartieren. Die haben sicherlich noch ein Zimmer f\u00fcr uns. Immerhin liegen diese \u00dcbernachtungspreise nicht gerade im Billigpreisniveau. Die k\u00f6nnen nicht ausgebucht sein. Die Anfahrt ist gott sei dank ausgeschildert und auch nicht mehr sehr weit, aber dann haben wir wohl doch eine Einfahrt verpasst, weil wir hier mitten in der Pampa stehen. Nein, haben wir nicht. Auf der Zufahrtsstra\u00dfe liegen K\u00fche, die auch nicht die Absicht haben, diesen Platz zu verlassen, Ziegen laufen herum und man erwartet hinter jeder Biegung, auf einem Bauernhof zu landen. So fahren wir allein und ewig durch Nichts, bis wir endlich vor dem bewachten Tor des Ressorts stehen. Wir werden eingelassen und &#8211; wow &#8211; das ist der Hammer. Eine fantastische Sicht auf das Meer, auf gro\u00dfe Sandd\u00fcnen und auf die Bungalowanlage, in der jeder Bungalow unverbauten Blick auf die Lagune hat. Das Ressort ist wundersch\u00f6n gelegen &#8211; und ausgebucht! Nun ist guter Rat teuer! Wir bekommen lediglich f\u00fcr diese Nacht einen Bungalow, die n\u00e4chste Nacht m\u00fcssten wir in einen anderen Bungalow ziehen und dann bleiben uns noch 3 N\u00e4chte ohne Dach \u00fcber dem Kopf, bis wir dann die vorher gebuchten \u00dcbernachtungen in Anspruch nehmen k\u00f6nnten. Unsere erste grenzenlose Begeisterung \u00fcber die wundersch\u00f6ne Anlage legt sich beim Warten auf das Abendessen etwas. Der Bungalow selbst ist auch wundersch\u00f6n und man hat von jeder Position im Raums aus (Veranda, Bett, Toilette, Dusche) den freien Blick auf Meer und Lagune. Die Dusche ist von Au\u00dfen an den Bungalow gebaut, so dass man im Freien duschen kann und es wurden \u00fcberall Naturmaterialien verwendet. Daf\u00fcr ist die Anlage fest in britischer Hand und &#8211; ein Familienhotel. Es wimmelt von Kindern. Die kleinen Briten haben ungef\u00e4hr 10 Nannys mit denen sie den Affen machen k\u00f6nnen und die Eltern f\u00fchren sich dank ihres zahlungskr\u00e4ftigen Geldbeutels auf wie die Kolonialherren &#8211; hochn\u00e4sig und im Rudel. Irgendwie nicht so wirklich harmonisch und das Ganze steht schon sehr im Gegensatz zu der wundersch\u00f6nen Anlage. Ich bewundere das Personal, das dennoch ausgesprochen freundlich und zuvorkommend ist. Der Service ist einfach top. F\u00fcr die Eltern ist diese Form der Betreuung nat\u00fcrlich ideal. Sie k\u00f6nnen ihre Kinder ablegen, es k\u00fcmmern sich den ganzen Tag andere darum und noch nicht einmal die Mahlzeiten werden gemeinsam eingenommen. Die Kinder essen eher und entsprechend lebhaft geht es zu.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\">Heute ist unser Gl\u00fcckstag, denn jeden Samstag ist Seafood-Buffet. Aber das, was hier geboten wird, haben wir so vorher noch nicht gesehen. Die haben einen riesigen Berg Hummer (Crayfisch) aufget\u00fcrmt und nicht nur so zur Deko, sondern zum satt essen. Nachdem sich manche G\u00e4ste 3 bis 4 Hummer g\u00f6nnen, haben wir auch keine Skrupel mehr, noch einen zweiten Hummer zu verdr\u00fccken. Die sind vielleicht lecker und im Zimmerpreis mit inbegriffen!. Ich frage mich nur, was wohl die einheimischen Angestellten denken, wenn sie die Berge von Hummerschalen wegr\u00e4umen? Das ist schon irgendwie peinlich. Schlie\u00dflich haben wir auf unserer Herfahrt gesehen, wie arm die Menschen hier sind. Ich kann nicht beurteilen, ob die H\u00e4rte in den Gesichtsz\u00fcgen einiger Khosa-Frauen von deren entbehrungsreichem Leben herr\u00fchrt oder ob es der innerliche Frust \u00fcber das ist, was sie hier t\u00e4glich erleben. Dennoch ist die Tatsache, dass sie hier im Tourismus einen Job gefunden haben, als gro\u00dfes Gl\u00fcck zu werten. Andere Arbeit gibt es weit und breit nicht. Aber irgendwie ist es schon pervers, dass unten am Fluss 2 Motorboote f\u00fcr den Fun der Hotelg\u00e4ste liegen und das Personal, das am gegen\u00fcberliegenden Flussufer wohnt, mit einem Ruderboot bef\u00f6rdert wird.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\">Nach dem leckeren Abendessen verziehen wir uns in unseren Bungalow. Telefonisch haben wir die n\u00e4chsten 3 N\u00e4chte in &#8222;The Lodge&#8220; in Prot St. Johnes gebucht, einem Tipp aus dem Reisef\u00fchrer. Alle Hotels der gehobenen Preisklasse sind gegenw\u00e4rtig &#8211; wegen der Fr\u00fchjahrsferien &#8211; ausgebucht.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\">Heute sind wir um einige Erfahrungen reicher geworden. Die Wichtigste: Wir wissen jetzt, warum die Wilde Coast ihren Namen hat! Nur sch\u00f6ne Landschaft ist f\u00fcr unseren Geschmack dann doch etwas zu wenig. <\/span><\/p>\n<hr style=\"height: 1px; width: 30%;\" size=\"1\" width=\"30%\" \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\"><em><strong>Sonntag, 25.09.2005\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Port St. Johnes (Wilde Coast)<\/strong><\/em><br \/>\nNach dem Fr\u00fchst\u00fcck ziehen wir wieder aus aus dieser wundersch\u00f6nen Lodge mit Meerblick. Vom Klo will man eigentlich gar nicht mehr aufstehen &#8211; so einen Ausblick w\u00fcnsche ich mir zu Hause. Man hat den vollen \u00dcberblick und wir haben sogar 2 Wale gesehen. Hier liegt der Kontinentalschelf sehr nah an der K\u00fcste, so dass das Wasser sehr tief ist und die Pottwale deshalb nah an die K\u00fcste herankommen. Bevor wir nach Port St. Johnes weiterfahren, machen wir noch einen kleinen Strandspaziergang, aber sehr gro\u00dfen Auslauf hat man hier nicht. Rechts und links wird die Lagune von Bergen begrenzt und die Bet\u00e4tigungsm\u00f6glichkeiten sind relativ eingeschr\u00e4nkt. Nicht umsonst werden von den G\u00e4sten morgens um 6 Uhr am Pool die Liegen reserviert!<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\">Das n\u00e4chste Quartier ist ja nicht weit weg und so fr\u00fch k\u00f6nnen wir dort nicht antreten. Wir k\u00f6nnen uns also Zeit lassen. &#8222;The Lodge&#8220; ist ausgeschrieben und dennoch drehen wir um, weil wir denken, das kann hier nicht sein., zumal der Iwanowski-Reisef\u00fchrer die K\u00fcche dieses Hotels in den h\u00f6chsten T\u00f6nen lobt. Die Zufahrt ist kaum passierbar, ungef\u00e4hr 10 Hunde rennen vor, hinter und um uns herum und es graust einen, nach rechts und links zu schauen. Mit dem Fernglas ersp\u00e4hen wir dann am Tor, dass wir doch richtig sind. Also noch mal den Weg zur\u00fcckgelegt. Ein Mann im Hippielook \u00f6ffnet uns dann das Tor und sieht ziemlich europ\u00e4isch aus. Irgendwie riecht es hier merkw\u00fcrdig nach s\u00fc\u00dfen R\u00e4ucherst\u00e4bchen, dass uns nach 10 Minuten schon ganz \u00fcbel ist. Zum Gl\u00fcck brauchen die zum Putzen l\u00e4nger und so hat Uwe die rettende Idee, uns noch einmal zu verabschieden. Nein, dort bleiben wir nicht. Das ist uns nicht wirklich geheuer und bei Ebbe sieht die Bucht auch alles andere als einladend aus. Nun haben wir aber noch kein Bett f\u00fcr die n\u00e4chsten 3 N\u00e4chte. Jedes bessere Hotel hier in der N\u00e4he ist ausgebucht. Wir entdecken eine B&amp;B-Unterkunft, die ganz ordentlich aussieht und dort ist frei. F\u00fcr die n\u00e4chsten beiden N\u00e4chte haben wir uns telefonisch ein Hotel in Umtata reserviert. So k\u00f6nnen wir in Ruhe das &#8222;Hole in the Wall&#8220; und die &#8222;Coffee-Bay&#8220; besichtigen. Bl\u00f6d nur, dass wir dann wieder zur\u00fcck m\u00fcssen nach Port St. Johnes ins &#8222;Umngazi River Bungalow&#8220;. Am Nachmittag besuchen wir noch das Silaka N. R. Das besteht wieder aus einer katastrophalen Stra\u00dfe, ein paar Selbstversorger-H\u00fctten und einem Fu\u00dfweg zum Strand. Der Strand ist aber auch wieder nur eine Bucht bzw. Flussm\u00fcndung und wird rechts und links von Klippen begrenzt. Also nicht wirklich prickelnd. So kehren wir zu unserer Unterkunft zur\u00fcck. Das Zimmer selbst ist etwas spartanisch ausgestattet, aber die Hausherren sind sehr freundlich und zuvorkommend und es gibt eine gut ausgestattete und auch saubere K\u00fcche. Wir gehen zeitig zu Bett und beschlie\u00dfen, am n\u00e4chsten Tag fr\u00fch aufzustehen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\">Jedenfalls lernt man hier die Annehmlichkeiten der Zivilisation sch\u00e4tzen. Bis in dieser Gegend der Tourismus Einzug halten kann, ist es noch ein weiter Weg der Erschlie\u00dfung, der mit dem Bau eines vern\u00fcnftigen Stra\u00dfennetzes beginnen sollte.<\/span><\/p>\n<hr style=\"height: 1px; width: 30%;\" size=\"1\" width=\"30%\" \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\"><em><strong>Montag, 26.09.2005\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Port St. Johnes &#8211; Coffee Bay (Wilde Coast)<\/strong><\/em><br \/>\nWir haben in dem viel zu weichen Bett mehr schlecht als recht geschlafen und brechen um 6:30 Uhr auf zur Fahrt nach Umtata. Wieder m\u00fcssen wir jeden Berg dieser h\u00fcgeligen K\u00fcste hinauf und wieder hinunter fahren. Das Wetter ist heute trist. \u00dcber Nacht hat es geregnet und in den Bergregionen h\u00e4ngt dichter Nebel. Die rund 100 km bis Umtata ziehen sich scheinbar endlos. Heute haben wir echt keine Lust mehr auf &#8222;das unverf\u00e4lschte Afrika&#8220; und diese unzivilisierte Gegend. Eigentlich ungerecht, schlie\u00dflich ist das der erste schlechte Tag, aber irgendwie nervt diese anstrengende Fahrerei.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\">In Umtata &#8211; einer Universit\u00e4tsstadt &#8211; angekommen, ist hektisches Treiben. Nur das Protea-Hotel, in dem wir reserviert haben, k\u00f6nnen wir beim besten Willen nicht finden und auch nachdem wir die besagte Stra\u00dfe das f\u00fcnfte Mal abgefahren sind, bleibt das Hotel unauffindbar. Gut, dann suchen wir eben das &#8222;Holiday Inn&#8220;. Dabei kommen wir an einem neuen Hotel vorbei, das es so noch nicht im Reisef\u00fchrer gibt. Ja, aber die sind auch ausgebucht! Sowieso stellt sich hier die Frage, was machen wir mit dem angefangenen Tag in diesem Kaff? Hier kommen die Khosa aus ihren Bergd\u00f6rfern her, um sich mit Vorr\u00e4ten einzudecken und allem N\u00f6tigen zu versorgen. Aber wir k\u00f6nnen weder einen Sack Wei\u00dfkraut, noch S\u00e4cke Bohnen, Mehl oder sonst was brauchen und die Modelinie auf den Stra\u00dfenm\u00e4rkten trifft auch nicht so ganz meinen Geschmack. Was wollen wir hier machen? Zudem fallen wir hier auf wie die bunten Hunde. Also versuchen wir, an der Coffee Bay eine \u00dcbernachtung zu finden und das gelingt uns auch auf Anhieb im Hotel &#8222;Ocean View&#8220;. Klingt gut, also auf nach Coffee Bay. Dort k\u00f6nnen wir sicherlich eher etwas unternehmen als hier in Umtata. Und wieder zieht sich diese Fahrt!<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\">Erst fahren wir noch ca. 20 km auf der N2 &#8211; kein Mensch k\u00e4me bei uns auf die Idee, diesen Zustand Autobahn zu nennen (noch nicht mal zu DDR-Zeiten!) und dann f\u00fchrt wieder eine Stichstra\u00dfe ab. Die ist nur einmal ausgeschildert, zum Gl\u00fcck aber wenigstens durchg\u00e4ngig geteert und scheint sich wieder endlos durch die Berge zu ziehen. Wir befinden uns in der absoluten Pampa. So muss das Ende der Welt aussehen! Die einzige Vermutung, dass man richtig sein k\u00f6nnte, sind bettelnde Kinder an der Stra\u00dfe, denn die findet man immer dort, wo Touris aufkreuzen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\">Irgendwann nach etwa 90 km Richtung Meer landen wir endlich an der K\u00fcste. Das Hotel ist wieder ordentlich bewacht (schon mal beruhigend), liegt direkt am Meer, sieht h\u00fcbsch aus und hat einen exzellenten Service. Vom AA (Afrikan. Automobilclub) wurde es empfohlen, was schon mal ein gutes Zeichen ist. Es war eine gute Entscheidung, gleich hierher durchzufahren und nachdem wir uns ein wenig umgeschaut haben, entscheiden wir uns daf\u00fcr, nicht in 2 Tagen noch einmal diesen anstrengenden Weg nach Umngazi River zur\u00fcckzufahren, sondern hier zu bleiben und dann direkt nach East London durchzufahren. So luxuri\u00f6s das Umngazi River Bungalow auch ist, aber dieser Gurkerei noch zweimal, nein danke. Hier haben wir Fr\u00fchst\u00fcck und Abendessen inklusive f\u00fcr 70 Euro \/Nacht und k\u00f6nnen noch ein paar Tage ausruhen. Bis zum &#8222;Whole in the Wall&#8220; sind es nur 12 km, man kann ein wenig laufen und sogar Quadbikes k\u00f6nnen ausgeliehen werden. Der Strandabschnitt ist zwar auch nicht sehr gro\u00df (wieder eine Bucht), aber er ist h\u00fcbsch, einsam und es gibt viele Muscheln. Das Personal ist supernett und man k\u00fcmmert sich um seine G\u00e4ste. Nachdem sich die Fahrt hier an der K\u00fcste als \u00e4u\u00dferst anstrengend erwiesen hat, haben wir uns die Erholung und ein paar Tage nichts tun verdient. Zwar haben wir nicht mal Badesachen dabei, aber das wird auch so gehen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\">Den heutigen Nachmittag verbringen wir mit einem Strandspaziergang, sammeln Muscheln und bestaunen die reiche Unterwasserfauna und -flora, die das Meer ansp\u00fclt. Irgendwo vor der K\u00fcste m\u00fcssen pr\u00e4chtige Korallenriffe liegen. An den Klippen wird uns noch ein Schauspiel geboten. Dort holt ein Angler mit vollem K\u00f6rpereinsatz einen Hai aus dem Wasser. Schade nur, dass er ihn schon zur\u00fcck ins Wasser geworfen hatte, bis wir nah genug kommen konnten, um das Tier n\u00e4her zu betrachten.<em><strong><\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<hr style=\"height: 1px; width: 30%;\" size=\"1\" width=\"30%\" \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\"><em><strong>Dienstag, 27.09.2005\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Coffee Bay (Wilde Coast)<\/strong><\/em><br \/>\nHeute haben wir den ganzen Tag aufs Meer geschaut. Ist sogar noch spannend, denn wir k\u00f6nnen recht nah an der K\u00fcste einen Wal beobachten und ca. 50 Delphine, die die starke Brandung nutzen, um Wellen zu reiten. Insgesamt ist es ziemlich st\u00fcrmig und wir sind froh, ein windgesch\u00fctztes Fleckchen an den Felsen gefunden zu haben. Nichtsdestotrotz haben wir heute Abend rote B\u00e4ckchen, einen Sauerstoffschock und sind total fertig. Nichts getan und trotzdem todm\u00fcde. Die Flasche Wein zum Abendessen tut ihr \u00dcbriges und so schlafen wir vermutlich sehr gut. Zumindest leiden wir heute Abend nicht an V\u00f6llegef\u00fchl. Beim Abendessen wird gespart. Das ist auch heute nicht so prickelnd und dann tr\u00e4gt der Kellner noch die H\u00e4lfte von 3 Baby-Kartoffeln und 2 Brokkolir\u00f6schen zur\u00fcck in die K\u00fcche (wahrscheinlich isst er das selber auf dem Weg dorthin). Nun gut, dann h\u00e4tten wir auf Schlemmerreise gehen m\u00fcssen! So kann wenigstens unsere 4-Wochen-Di\u00e4t nicht zugrunde gerichtet werden. Ich sch\u00e4tze, Uwe hat 5 kg abgenommen. Diese Di\u00e4t k\u00f6nnte man vermarkten &#8211; Fun, Action und Di\u00e4t &#8211; das br\u00e4chte richtig Kohle.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\">Daf\u00fcr habe ich heute 3 Filme mit Brandung vertr\u00f6delt &#8211; 108 Bilder nur Wasser und Wellen! Auch heute fasziniert uns wieder die Vielfalt an angesp\u00fclten Algen, Korallen, Muscheln, Schw\u00e4mmen und Pflanzenteilen, die man am Strand finden kann.<\/span><\/p>\n<hr style=\"height: 1px; width: 30%;\" size=\"1\" width=\"30%\" \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\"><em><strong>Mittwoch, 28.09.2005\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Coffee Bay (Wilde Coast)<\/strong><\/em><br \/>\nDer Morgen beginnt etwas turbulent, denn wir m\u00fcssen unser Zimmer wechseln. Mit Hilfe des Personals geht das z\u00fcgig. Dumm nur, dass nun die sch\u00f6ne und so seltene Handbrause zum waschen meiner langen Haare mit verloren ist. Also \u00e4ndern wir unsere Pl\u00e4ne und ich wasche mir noch schnell im alten Zimmer die Haare. Dann brechen wir auf zum &#8222;Hole in the Wall&#8220;, ausger\u00fcstet mit einer ausf\u00fchrlichen Wegkarte und dem Hinweis des Hotelbesitzers, dass der Weg (unbefestigt &#8211; wie immer) in gutem Zustand und 12 km weit ist. Ich liebe Holperpiste und nach 22 km &#8211; wir haben den doofen Felsen im Wasser von weitem schon gesehen &#8211; sind wir noch immer nicht am Ziel und weit von der K\u00fcste weg. Irgendwo haben wir das Abzweigen verpasst. Nach 2 Wendeaktionen und unz\u00e4hligen Kindern, die nach Sweets schreien, finden wir dann doch die richtige Abbiegung und landen auf einem schr\u00e4gen Wiesenacker, auf dem uns 1 Auto und ca. 10 halbstarke Jugendliche erwarten, die auf unser Auto aufpassen wollen. Wollen wir aber nicht und fahren weiter. Von der Bergkuppe aus sieht das Loch noch mickriger aus und wir beschlie\u00dfen, das Auto doch wie im Reisef\u00fchrer vorgeschlagen, im Hotel abzustellen und zu Fu\u00df zum Strand zu laufen. Also wieder zur\u00fcck zum Hotel &#8222;Hole in the Wall&#8220;. Diesmal nehmen wir den Hintereingang. Diesen Weg, der nur aus Felsst\u00fccken, L\u00f6chern, Furchen und Abhang besteht, vergessen wir so schnell nicht mehr. Der Weg ist nix f\u00fcr Autofahrer (und Beifahrer) mit schlechten Nerven und selbst die Quadbikes drohen umzukippen und kommen aus den L\u00f6chern fast nicht heraus. Endlich am Hintereingang des Hotels angekommen, stehen wir vor dem geschlossenen Tor!. Freundlicherweise hat der Torw\u00e4chter erbarmen mit uns und \u00f6ffnet uns den Hintereingang zum Hotel. Wir h\u00e4tten um nichts in der Welt den Weg noch einmal aufw\u00e4rts fahren wollen. Schon klar, warum die sich hier eher mit Quadbikes bewegen. Genau an der Stelle des Hotels waren wir vor einer Stunde schon einmal, als wir uns bei der Police (die ist hier stationiert) nach dem Weg erkundigt haben!<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\">Also laufen wir zu Fu\u00df zu diesem Loch in der Wand, fotografieren es aus jeder denkbaren Perspektive mit Brandung und ohne Brandung und treten dann wieder den R\u00fcckzug, weil leider gerade die Flut uns den Weg zu einem sch\u00f6nen Strandabschnitt versperrt. An einem kleinen Gezeitenpool versuchen wir dann noch, einen Krebs zu fotografieren, in dem ich ca. 30 Minuten in Bauchlage bei kommender Flut auf das Vieh warte. Wir widmen uns noch der faszinierenden Gewalt der Brandung und &#8211; schauen auf`s Meer. Ist nicht sonderlich spannend aber macht furchtbar m\u00fcde. Unsere R\u00fcckfahrt gestaltet sich weniger anstrengend, daf\u00fcr wieder sehr staubig und die Zeit reicht uns noch, um am heimischen Strandabschnitt \u00fcbers Meer zu schauen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\">Zwischen den Felsen findet Uwe noch einen zweiten Krebs und domtiert diesen bis zu dessen Ersch\u00f6pfung (normal nennt man das wohl Tierqu\u00e4lerei) &#8211; und das alles f\u00fcr ein paar verwackelte Fotos! <\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\">Immerhin ist dem Hotelinhaber bewusst, dass er uns sein schlechtestes Zimmer angedreht hat und nun d\u00fcrfen wir morgen noch einmal ins gegen\u00fcberliegende Zimmer &#8211; mit Meerblick &#8211; umziehen. Wir hatten ja schon in Erw\u00e4gung gezogen, nach East London weiterzufahren, aber das Hotel in dem wir reserviert haben, ist auch ausgebucht. Dann langweilen wir uns eben hier noch einen Tag. Zu Hause sind wir froh, wenn wir uns irgendwo in der Sonne langweilen d\u00fcrften!<\/span><\/p>\n<hr style=\"height: 1px; width: 30%;\" size=\"1\" width=\"30%\" \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\"><em><strong>Donnerstag, 29.09.2005\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Coffee Bay (Wilde Coast)<\/strong><\/em><br \/>\nSchon beim Fr\u00fchst\u00fcck entdecken wir wieder eine gr\u00f6\u00dfere Gruppe von Delphinen. Nachdem wir gestern von unserer Abstellkammer endlich in ein Zimmer mit Meerblick umgezogen sind, bleiben wir den Tag noch hier und vertr\u00f6deln die Zeit am Strand, beobachten in den Gezeitenbecken, was da so kreucht und fleucht und schauen auf`s Meer. Viel mit Strandspaziergang ist hier nicht, denn wie \u00fcberall an der K\u00fcste ist auch dieser Strandabschnitt nur eine Bucht, die rechts und links von Klippen begrenzt wird. Ganz am Horizont meine ich noch einen Wal entdeckt zu haben, aber das kann auch Wunschdenken gewesen sein. Heute ist herrliches Wetter und der Wind bl\u00e4st nicht so heftig. Dennoch haben wir die Badesachen bisher nicht vermisst. Um nach dem Abendessen nicht wieder hungrig schlafen gehen zu m\u00fcssen, beschlie\u00dfen wir heute Mittag im Hotel einen Snack zu uns zu nehmen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\">Auch beim Nichtstun vergeht der Tag ziemlich schnell und wir haben gut frische Luft getankt. Als wir gerade zu Bett gehen wollen, findet Uwe noch 2 wundersch\u00f6ne Nachtfalter, die wir mit auf unser Zimmer nehmen f\u00fcr eine kleine Fotosession. Nach ungef\u00e4hr 2-st\u00fcndiger Dressur mit allen Faxen der &#8222;Lichttechnik&#8220; haben wir unsere Bilder hoffentlich im Kasten und schicken die beiden in die Freiheit. Inzwischen ist es dunkel und vor unserem Fenster fliegen unz\u00e4hlige Flederm\u00e4use. Am n\u00e4chsten Morgen finden wir den Rest unseres Falter-Fotomodells! Daf\u00fcr sitzt auf unserem Dach eine gro\u00dfe Eule &#8211; vermutlich eine Schleiereule, die wir so nah noch nie bewundern konnten.<\/span><\/p>\n<hr style=\"height: 1px; width: 30%;\" size=\"1\" width=\"30%\" \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\"><em><strong>Freitag, 30.09.2005\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Coffee Bay &#8211; East London<\/strong><\/em><br \/>\nUnser Gep\u00e4ck ist reisefertig gepackt (wir haben schlie\u00dflich \u00dcbung darin und mit der Reisetasche geht das prima) und die ersten one-way-Kleidungsst\u00fccke sind aussortiert. Unsere Putzfrau freut sich und erz\u00e4hlt, dass sie 4 Kinder hat und der Mann k\u00fcrzlich gestorben ist. Wenn es stimmt, kann sie das Zeug sicherlich gebrauchen und Uwe steckt ihr noch etwas Bargeld zu, mit den mahnenden Worten, dieses f\u00fcr ihre Kinder zu verwenden und nicht f\u00fcr Alkohol Den Inhalt des ersten Bohnensacks haben wir vorgestern schon auf der Fahrt vom &#8222;Hole in the wall&#8220; verschenkt. So nimmt unser Gep\u00e4ck langsam ab.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\">Unumg\u00e4nglich ist hier im Hotel bei der An- und Abreise, dass das Personal einem die Klamotten vom bzw. zum Auto schleppt. So auch heute. Die besagte Putzfrau reicht mir von der K\u00f6rpergr\u00f6\u00dfe gerade bis an die Schultern und ist daf\u00fcr doppelt so breit (mindestens). Unsere 25 kg Reisetasche packt sie sich auf den Kopf und den Trolly (noch einmal ca. 12 kg) zerrt sie noch hinter sich her und das die schmalen Treppenstufen runter und bis zum Parkplatz. Das ist echt unglaublich, was die hier auf dem Kopf bewegen k\u00f6nnen und dabei noch die Balance halten. Ganze Bananenkiste ohne festhalten, Wassereimer von ca. 30 bis 40 Liter, Waschsch\u00fcsseln mit nasser &#8211; im Flu\u00df (besser T\u00fcmpel) gewaschener W\u00e4sche und alles andere. Auf dem R\u00fccken h\u00e4ngt dann noch ein Kind in ein Badetuch gewickelt und das alles steil bergauf und \u00fcber Stock und Stein (und davon gibt es hier wirklich genug).<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\">Kurz vor der Abreise spricht uns noch das \u00e4ltere Ehepaar aus dem gegen\u00fcberliegenden Zimmer an. Die sind gestern hier angekommen, wollten eigentlich \u00fcbers Wochenende bleiben, haben aber nur f\u00fcr die vergangene Nacht die Abstellkammer in Nachfolge von uns bekommen. Das sind auch Deutsche, noch ziemlich fit und recht mutig. Die haben nur im Kr\u00fcger-Park und in Kapstadt vorgebucht und fahren ansonsten auf gut Gl\u00fcck. Mit der Ferienzeit haben die aber auch nicht gerechnet und wollen nun ebenfalls nach East London um dort ihr Gl\u00fcck zu versuchen. Naja, ein wenig blau\u00e4ugig, w\u00fcrde ich sagen. Hier ist vorbuchen auf jeden Fall sicherer, aber nat\u00fcrlich auch aufwendiger.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\">Unsere Weiterfahrt nach East London gestaltet sich problemlos. Besonders liebe ich die Fahrten durch Ortschaften, in denen immer irgendwie Markt ist. Das ist Afrika pur und Muski dudelt aus jedem Laden oder Marktstand, das Warenangebot wirkt f\u00fcr uns ein wenig befremdlich aber die Lebensfreude trotz der Armut ist beeindruckend. Gut, vor den Schnapsl\u00e4den herrscht eine andere Form von &#8222;Lebensfreude&#8220; und es ist f\u00fcr uns schwer nachvollziehbar, dass &#8211; meist die M\u00e4nner &#8211; saufen, bis zum Ende des Geldes, w\u00e4hrend die Frauen f\u00fcr die schweren k\u00f6rperlichen Arbeiten zust\u00e4ndig sind.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 16px;\">Die Landschaft weist inzwischen auch wieder etwas h\u00f6here Vegetation auf und da wir auf der N2 unterwegs sind, f\u00e4hrt es sich ganz gut. Unterwegs kommen wir wieder in eine Verkehrskontrolle. Wir hatten diese schon vor einiger Zeit auf unserer Fahrt auf der gegen\u00fcberliegenden Stra\u00dfenseite beobachtet. Vor uns stehen schon einige Autos und alle Beifahrer\/Mitfahrer m\u00fcssen aussteigen. Ok, hier geht es wieder irgendwie um Seuchenschutz und die Passagiere m\u00fcssen zu Fu\u00df \u00fcber eine Seuchenmatte. Igitt und ich in Badeschlappen! Zum Gl\u00fcck habe ich meine Turnschuhe noch nicht abgelegt und sie stehen griffbereit unter dem R\u00fccksitz. Die Eile kostet mich zwar einen abgebrochenen Fingernagel, aber ich bin gerade noch rechtzeitig beschuht, bevor ich aussteigen und zu Fu\u00df \u00fcber diese eklige nasse quietschige und mit Chemie getr\u00e4nkte Schaumgummimatte laufen muss. Mit meinen Turnschuhen ist mir das egal. Hinter mir jault eine Frau ganz sch\u00f6n, als sie mit ihren offenen Slippern dr\u00fcber muss. Gl\u00fcck gehabt! Uwe muss aussteigen, die Fu\u00dfsohlen hinhalten und kriegt \u00fcber jeden Schuh eine ordentliche Ladung Chemie gesp\u00fclt. Er kann noch die Hosenbeine hochkrempeln, denn der vor uns bekam auch noch eine ordentliche Ladung in die Hosenbeine.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\">Gegen 14 Uhr erreichen wir East London &#8211; haben aber noch keine Ahnung, wo wir das Hotel &#8222;Quarry Lake Inn&#8220; finden. Der Stadtplan geht nicht so weit . Erst fahren wir Richtung Flughafen und an der Tankstelle findet sich dann ein netter Mensch, der uns bis in das Stadtgebiet Selborne geleitet. Dort finden wir dann das Hotel relativ schnell. Die Stadt ist schon etwas gr\u00f6\u00dfer ist. Der Verkehr ist ziemlich heftig und zwischendrin wuseln dann immer noch die Fu\u00dfg\u00e4nger rum.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\">Das Hotel befindet sich in einer noblen Wohngegend und ist sehr sch\u00f6n gelegen. Insgesamt geben die sich hier wirklich M\u00fche. Auch das Bett macht einen einladenden Eindruck und ist mit bl\u00fctenwei\u00dfem Damast bezogen. Alles ist gepflegt, sauber und sehr liebevoll gestaltet. An der Rezeption bekommen wir dann einen Stadtplan, Tipps zum Shoppen und gleich noch eine Reservierung f\u00fcr das Seafood-Restaurant, das auch in meinem Reisef\u00fchrer empfohlen wird.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\">So machen wir uns auf, erstmals in den letzten 4 Wochen shoppen zu gehen. Meine Entzugserscheinungen kann ich in einem Schuhladen ausleben. Bl\u00f6d nur, dass die jetzt hier \u00fcberall die Sommerklamotten auspacken und ich damit in den n\u00e4chsten Monaten gar nichts anfangen kann. Dabei sind die R\u00f6cke und Tops wirklich s\u00fc\u00df, gut tragbar und megabillig. So bleibt es bei ein paar Bl\u00fcschen f\u00fcr 7 das St\u00fcck. Die kann ich hoffentlich wenigstens jetzt noch anziehen. (Sonst wird geheizt, bis es passt!) N\u00e4chstes Fr\u00fchjahr bei\u00dfe ich mir dann in den A&#8230;, dass ich nichts gekauft habe That&#8217;s Live!<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\">Damit ist aber die Viktoria Mall auch in 2 Stunden abgehakt. Vorher machen wir noch einen Abstecher zum Beach. Nicht ohne den renommiertesten Golfklub am Beach bestaunt zu haben. Schon nett und die Wohngegend ist auch nicht \u00fcbel. Selbst B&amp;B kann sich hier sehen lassen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\">Am Beach verkaufen unz\u00e4hlige fliegende H\u00e4ndler afrikanisches Kunstgewerbe. Aber das ist nicht das, was wir uns vorstellen und so bleibt es eben. Krampf wird nicht gekauft!<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\">Nun haben wir die Mall eingehend besucht und m\u00fcssen noch 45 Minuten totschlagen, bis das &#8222;Strandloper Cafe&#8220; mit dem besten Seafood aufmacht. Nach 2 mal vorbeifahren finden wir das von au\u00dfen v\u00f6llig unscheinbar wirkende Lokal und warten gespannt, dass die um 18:30 Uhr endlich \u00f6ffnen. Nebenan ist ein Fischgesch\u00e4ft angegliedert, das au\u00dferordentlich stark frequentiert wird. Einla\u00df in das Restauarnt wir auf Klingeln gew\u00e4hrt. Eine umfangreiche Speisekarte verspricht kulinarische Leckerbissen. Bl\u00f6d nur, dass mein Hunger nicht wirklich riesig ist. Die gerade mal 10 Tische sind alle reserviert &#8211; das spricht f\u00fcr die K\u00fcche. Gut, dass die Kleine von der Hotelrezeption f\u00fcr uns gebucht hatte. Es gibt Crayfisch (Languste) und so sind wir bereit, den Kampf mit diesen gepanzerten Viechern aufzunehmen. Uwe ist klug genug, sich noch eine Fischsuppe zu ordern, die ich dann zur H\u00e4lfte wegesse, weil sie so lecker ist. Im Prinzip k\u00f6nnte ich noch so ein Tierchen essen, aber man soll sich ja abends den Bauch nicht so voll stopfen. Die Rechnung f\u00fcr diese Delikatessen ringt uns ein m\u00fcdes L\u00e4cheln ab. Languste f\u00fcr 33 Euro mit Wein und Suppe &#8211; da machen die bei uns noch nicht mal den Herd an!<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\">Unsere Nachtruhe in dem herrlichen Bett mit richtiger Zudecke wird leider von unserem stark alkoholisierten lautstarken Nachbarn etwas getr\u00fcbt.<\/span><\/p>\n<hr style=\"height: 1px; width: 30%;\" size=\"1\" width=\"30%\" \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\"><em><strong>Sonntag, 01.10.2005\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 East London<\/strong><\/em><br \/>\nKurz nach 6 Uhr &#8211; irgendwelche Schreiv\u00f6gel haben uns schon viel eher geweckt &#8211; r\u00fcsten wir uns zum Aufbruch. Auch das Fr\u00fchst\u00fcck hier im Hotel wird \u00e4u\u00dferst liebevoll zubereitet und ist sehr umfangreich. Man hat unseren Wunsch respektiert, m\u00f6glichst um 7 Uhr fr\u00fchst\u00fccken zu k\u00f6nnen und es ist bereits entsprechend vorbereitet. Nicht umsonst wird das Hotel seit Jahren kontinuierlich ausgezeichnet!<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\">Die Fahrt zum Flughafen verl\u00e4uft reibungslos, da auf den Stra\u00dfen um die Zeit noch nicht viel Verkehr ist und vor allem keine Fu\u00dfg\u00e4nger unterwegs sind. Auch die Abgabe des Mietwagens am Flughafen geht unproblematisch. Es sei noch niemand da zur Inspektion. Erst hier m\u00fcssen wir feststellen, dass Avis vor Ort ganz andere Fahrzeuggruppen hat als in Deutschland angeboten werden. Nach der Kategorie hier hatten wir das richtige Fahrzeug bekommen. Kategorie O ist Familienkutsche. Was wir gebraucht h\u00e4tten, w\u00e4re Kategorie K mit Automatic gewesen. Diese Kategorie gab es aber in Deutschland gar nicht. Gut, das n\u00e4chste Mal sind wir schlauer!<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\">Nun warten wir auf unseren Inlandflug nach Joburg. Das Gep\u00e4ck haben wir auf exakt 50 kg (22 kg + 28 kg) abgespeckt. Das macht 25 kg pro Person incl. Toleranz (von 5 kg\/Person) &#8211; noch besser geht es nicht! <\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\">Diesmal ist die Maschine gr\u00f6\u00dfer und der Inlandflug v\u00f6llig unspektakul\u00e4r. In Joburg haben wir dann noch 6 Stunden Zeit bis zum Abflug unserer Maschine nach Deutschland, die um 19:30 Uhr fliegt. Die Zeit sollte f\u00fcr die Mehrwertsteuerr\u00fcckerstattung reichen. Im Gegensatz zum letzten Jahr haben die sogar etwas dazu gelernt. Jetzt ist vor dem Gep\u00e4ck-Check-in ein Stand, wo die Belege eingesehen werden und ggf. gekaufte Ware vorzuzeigen ist. Damit muss man nicht mehr das ganze Zeug im Handgep\u00e4ck haben. Das geht ohne Wartezeit und ziemlich z\u00fcgig von statten, so dass wir einchecken k\u00f6nnen und uns nach der Passkontrolle am Auszahlungsschalter das Geld erstatten lassen k\u00f6nnen. Vorher gehen wir schnell noch einmal etwas essen. Es gibt &#8211; wieder sehr g\u00fcnstig &#8211; Riesenkrabben und da k\u00f6nnen wir nicht widerstehen. Die Portion ist reichlich und wirklich lecker. Nach dem Einchecken bleibt uns auch genug Zeit, die zollfreien Shops genauer unter die Lupe zu nehmen und so vergeht die Zeit recht schnell. Die Maschine ist ziemlich ausgebucht. und der Nachtflug vergeht auch irgendwie. Ein wenig geschlafen haben wir und so landen wir p\u00fcnktlich in Frankfurt. Die \u00dcbernahme des Mietwagens bei Europcar ist auch kein Problem und \u00fcber das Wetter schweigen wir lieber! Daf\u00fcr werden wir bei Conny und Marc mit einem leckeren Fr\u00fchst\u00fcck empfangen und haben viel zu erz\u00e4hlen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 16px;\">Wir haben insgesamt 3.689 km in den letzten 4 Wochen zur\u00fcckgelegt. Von dem kleinen Knutscher abgesehen, f\u00fcr den wir nichts k\u00f6nnen, ging alles glatt und das auch noch auf der falschen Seite. Dabei wei\u00df ich bis heute nicht so genau, auf welcher Seite ich einsteigen muss und erst recht nicht, wo ich bei gro\u00dfen Kreuzungen einbiegen m\u00fcsste.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>S\u00fcdafrika &#8211; Kr\u00fcger-Nationalpark und Wild Coast vom 3. September bis 1. Oktober 2005 &nbsp; Samstag, 03.09.2005\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Frankfurt &#8211; Johannesburg Endlich Urlaub! Gegen Mittag brechen wir mit unserem Mietwagen &#8211; einem Toyota Xtrail &#8211; auf nach Frankfurt. Unterwegs m\u00fcssen wir gleich zweimal unsere Schutzheiligen um Hilfe bem\u00fchen; aber es geht alles gut und wir haben genug <a href='http:\/\/foto-passion.com\/?page_id=3956' class='excerpt-more'>[&#8230;]<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":564,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"no-sidebars.php","meta":{"ngg_post_thumbnail":0},"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v16.2 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<meta name=\"description\" content=\"Reisebericht Suedafrika 2005\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"http:\/\/foto-passion.com\/?page_id=3956\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\">\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"70\u00a0Minuten\">\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"http:\/\/foto-passion.com\/#website\",\"url\":\"http:\/\/foto-passion.com\/\",\"name\":\"foto-passion\",\"description\":\"Natur- und Landschaftsfotografie\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":\"http:\/\/foto-passion.com\/?s={search_term_string}\",\"query-input\":\"required name=search_term_string\"}],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"http:\/\/foto-passion.com\/?page_id=3956#webpage\",\"url\":\"http:\/\/foto-passion.com\/?page_id=3956\",\"name\":\"Reisebericht Suedafrika 2005\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"http:\/\/foto-passion.com\/#website\"},\"datePublished\":\"2012-05-11T12:04:44+00:00\",\"dateModified\":\"2012-05-11T12:30:07+00:00\",\"description\":\"Reisebericht Suedafrika 2005\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"http:\/\/foto-passion.com\/?page_id=3956#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"http:\/\/foto-passion.com\/?page_id=3956\"]}]},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"http:\/\/foto-passion.com\/?page_id=3956#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"item\":{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"http:\/\/foto-passion.com\/?page_id=564\",\"url\":\"http:\/\/foto-passion.com\/?page_id=564\",\"name\":\"Reiseberichte\"}},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"item\":{\"@id\":\"http:\/\/foto-passion.com\/?page_id=3956#webpage\"}}]}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","_links":{"self":[{"href":"http:\/\/foto-passion.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/3956"}],"collection":[{"href":"http:\/\/foto-passion.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"http:\/\/foto-passion.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/foto-passion.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/foto-passion.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3956"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/foto-passion.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/3956\/revisions"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/foto-passion.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/564"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/foto-passion.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3956"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}